Für die Nachbarskinder Kay und Gerda gibt es im Sommer nichts Schöneres, als unter ihrem Lieblingsrosenbusch zu spielen und zu träumen. Zusammen mit Gerdas Großmutter können sie stundenlang unterm Dach sitzen und sich Geschichten erzählen. Dann aber dringen Scherben eines Zauberspiegels Kay in Auge und Herz und er verändert sich.

Sein Herz scheint zu erkalten, er wird grob und unnahbar, und eines Tages ist er nicht mehr da. Gerda will nicht glauben, dass er tot ist. Sie macht sich auf eine lange Reise in den tiefen Norden, zum kältesten Ende der Welt. Dorthin, in ihr Schloss aus Schnee und Eis, hat die Schneekönigin Kay verschleppt. Er soll ihr Sohn, der Prinz über ihr kaltes Reich werden.

Die Schneekönigin gilt als ein besonders gelungenes Beispiel für die Versuche des dänischen Dichters, seine Weltanschauung in einem Märchen auszudrücken. Die Idee vom Sieg der menschlichen, mit Gott verbündeten Natur über eine lebensfeindliche Vernunft, die sich Selbstzweck ist, kleidet der Autor in eine anrührende, allegorische Geschichte.

Mit: Gustl Halenke, Peter Fricke, Irmgard Först, Ida Ehre, Helmut Peine, Gerda Maurus, Harry Grüneke, Friedl Münzer, Christoph Bantzer u. v. a.

Kompostion: Enno Dugend

Regie: Cläre Schimmel

WDR 1962

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Hans Christian Andersen (1805-1875) ist der bekannteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks. Berühmt wurde er durch seine zahlreichen Märchen, die häufig aus der Perspektive eines Kindes geschrieben sind. Seine Dramen, Romane und Reiseberichte blieben hingegen eher unbekannt.

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Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 02.12.2018, 14:04 Uhr

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