Im Frühling kommt ein deutsches Ehepaar auf der Urlaubsreise in eine kleine französische Stadt. Der Mann sucht ein altes Haus auf und gibt vor, ein Zimmer mieten zu wollen.

Im Gespräch mit dem Hausmeister hört er die Geschichte eines deutschen Deserteurs, der in diesem Haus während des Krieges gelebt hat – ein sorgloser Mensch; der sein Zimmer mit einem zierlichen jungen Mädchen teilte. Wenn er unterwegs war – er liebte den Wein und riskierte manches dafür – legte sie Orangen vor das Fenster, zum Zeichen, dass ihm bei der Heimkehr keine Gefahr drohte. Gegen Ende des Krieges wurde er dann doch gefasst und hingerichtet. Der Tourist aus Deutschland ist nicht zufällig zu diesem Haus gekommen; er und seine Frau sind in diese Episode aus dem Kriege verstrickt, die Auseinandersetzung mit vergangener Schuld führt sie jetzt zurück.

Mit: Ernst Schröder, Gustav Knuth, Elisabeth Lennartz, Miriam Spoerri, Wolfgang Reichmann, Kurt Beck, Mathias Wiemann.

Regie: Kurt Hirschfeld
hr/NDR/DRS 1964

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Jürg Federspiel

(1931–2007) war ein Schweizer Schriftsteller. Sein Werk umfasst neben journalistischen Beiträgen – ab 1951 arbeitete er als Reporter und Filmkritiker für verschiedene Schweizer Zeitungern – vor allem Romane und Kurzgeschichten. Federspiels literarisches Werk hat häufig fast dokumentarischen Charakter, aber auch seine Vorliebe für das Skurrile und Exzentrische wird deutlich.

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Sendung: hr2-kultur, Hörspiel, 20.01.2019, 14:04 Uhr

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