Eine schwungvolle und gleichzeitig nachdrückliche Revue zum Thema Sklaverei ohne moralinsauren Beigeschmack… geht das überhaupt? "Sklaven leben" von Konstantin Küspert zeigt uns die Problematik heutiger Wohlstandsgesellschaften und ermutigt uns, die eigene Verstricktheit in diese Strukturen zu reflektieren. Es geht um koloniale Vergangenheit, Rassismus und geerbte Privilegien sowie um die Frage, mit welchem Recht diese weiter aufrecht erhalten werden.

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Sklaverei existierte als globales Phänomen bereits in den ersten Hochkulturen, und obwohl es generell verboten ist, Menschen als Eigentum zu behandeln, nennt der Global Slavery Index erschreckende Zahlen: nämlich 40 Millionen tatsächliche Sklaven. Je nach Rechenmodell kommt man heute auf mehr Sklaven weltweit als je zuvor. Kinderarbeit, Zwangsprostitution, Zwangsehe und Zwangsarbeit – allen gemein ist die Verdinglichung des Menschen. Zudem erleichtern globale Warenströme die Verschleierung von Unterdrückungsmechanismen, die hinter vielen Produkten stecken. Konsum ohne Ausbeutung scheint kaum möglich. Die Diskrepanz zwischen Handlung und Haltung erweist sich an der Supermarktkasse und beim Griff zur günstigen Ware. Und wo ist eigentlich mein Privilegienrucksack? Eben war er doch noch da…
Ein packend agierendes Schauspielerensemble präsentiert die Uraufführung der Inszenierung von Jan-Christoph Gockel vom schauspielfrankfurt 2019 in einer Funkfassung von Burkhard Schmid.

Mit
Komi | Komi Togbonou
Katharina | Katharina Kurschat
Sebastian | Sebastian Reiß
Christoph | Christoph Pütthoff
Torsten | Torsten Flassig
Luana | Luana Velis
sowie Martin Brüggemann und Kevin Polk

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Konstantin Küspert

studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie an den Universitäten Regensburg und Wien sowie szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. Seit 2010 ist er freier Dramatiker, Übersetzer und Dramaturg. Seine Stücke wurden an zahlreichen Theatern aufgeführt; mit dem Stück »europa verteidigen« gewann er den Publikumspreis der Mühlheimer Theatertage.

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Musik: Komi Togbonou 
Funkeinrichtung: Burkhard Schmid
hr 2019 | 60 Min. | Hörspielpremiere

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