Die mittelhochdeutsche Formulierung "liute un lant" findet sich im Nibelungenlied. Aber im ersten Wort von "Leute und Landschaft" versteckt sich auch die Lautheit, Stimme, Sage.

hr 2018 | Ursendung

Und, so sagt der 1958 in Wallau an der Lahn geborene Komponist und Schlagzeuger Frank Fiedler, "das Nibelungenlied klingt durch die Landschaft, aus der die Tonaufnahmen für mein Hessen-Hören-Stück stammen. Es gespenstert in der Gegend zwischen Tromm und Siegfriedbrunnen im Odenwald, wo die Rheinebene nicht weit ist. Man muss aber schon nach dem horchen, was auch die sagenhaften Helden hörten - solange sie noch hören konnten. Etwas an unsrem Willen will die Landschaft verschlingen. Die Zeit, als wir in der Landschaft standen, uns durch sie bewegten, ist vorbei. Seit wann? Sie gehört uns, sie gehört zu uns, und wir hören sie nicht. Man muss sich Zeit lassen, wenn man noch etwas hören will. Alles verstummt."

Sendung: hr2-kultur, The Artist's Corner, 28.04.2018, 23:00 Uhr

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