Der erste Kuss hinterlässt nicht immer nur schöne Gefühle. In der Erzählung "Von den zwei Küssen" schildert Hermann Hesse die bittersüße Erinnerung an einen lang ersehnten Kuss, der jedoch mehr Schmerz als Erfüllung bringt.

Ein alter Mann erinnert sich an einen Sommer seiner Jugend, den er zusammen mit seinem Vater und dem ungeliebten Vetter in einem Landhaus verbringt. Die schöne, junge Frau eines Nachbarn erregt seine Aufmerksamkeit, schnell wird die Schwärmerei zu einer unerwiderten Liebe.

Die Geschichte stammt aus dem Frühwerk Hermann Hesses und gehört zu der ersten Prosa, die er veröffentlichte. Zuvor arbeitete Hesse als Antiquar in Basel und publizierte überwiegend Gedichte. 1903 wurde der Entwicklungsroman "Peter Camenzind" für Hermann Hesse zum ersten literarischen Erfolg und ermöglichte ihm ein Leben als freier Schriftsteller. Mit seinen Erzählungen traf er in den folgenden Jahren erstaunlich präzise den Puls der Zeit und scheute sich auch nicht, politisch Stellung zu beziehen. Die Schweiz als Wahlheimat für den im württembergischen Calw geborenen Autor spielt darin oft eine entscheidende Rolle.

Die Erzählung "Von den zwei Küssen" erschien erstmals im November 1904 in der illustrierten Zeitschrift "Die Schweiz". Bernt Hahn hat sie 2006 für den Hessischen Rundfunk gelesen.

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