Eine Uferlandschaft mit Schilf
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Die Jahre 2018/2019 sind Fontane-Jahre. Vor 120 Jahren ist der deutsche Schriftsteller Theodor Fontane in Berlin gestorben. Und vor bald 200 Jahren, 1819, in Neuruppin geboren. Einen Monat vor seinem Tod veröffentlichte er seinen letzten großen Roman: "Der Stechlin". Es ist ein Buch des Abschieds – und ein ironisches Selbstportrait des alternden Autors. Genau diesen selbstironischen, leicht melancholisch eingefärbten Ton trifft unser Sprecher Hans Paetsch, in einer historischen Aufnahme des Hessischen Rundfunks von 1973.

Im Norden der Grafschaft Ruppin, dicht an der mecklenburgischen Grenze, liegen See und Schloss Stechlin. Dort haust Dubslav von Stechlin, Major a.D. und schon ein gut Stück über die Sechzig hinaus. Er ist seit rund 30 Jahren Witwer. Seine Frau starb bald nach der Geburt des Sohnes Woldemar. Woldemar dient als Kavallerist in Berlin und hat sich per Telegramm bei seinem Vater zu Besuch angekündigt.

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16.07.-29.08.2018
mo-fr ab ca. 15 Uhr in der "Klassikzeit"

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Mit ihm kommen Regimentskameraden namens Rex und von Czako. Große Gastlichkeiten pflegen auf Schloss Stechlin nicht stattzufinden. Der alte Dubslav lebt gewöhnlich für sich, von seinem Diener Engelke umsorgt. Nur hin und wieder hat er Kontakt mit dem Pastor Lorenzen, dem früheren Erzieher Woldemars, dem Dorfschullehrer Krippenstapel und Oberförster Katzler. Auch Gundermann, der Besitzer von Siebenmühlen, gehört zum Bekanntenkreis des Herrn von Stechlin. Und auch ein Sozialdemokrat tritt in den Kreis. In den Gesprächen und Causerien steht das Verhältnis von Alt und Neu im Vordergrund. Oft nur beiläufig und scheinbar nebensächlich werden Begriffe wie das "Revolutionäre", "Heldische", die "Freiheit" und die gesellschaftlichen Probleme der Zeit erörtert. So treffen sich immer wieder neue Runden im Haus Stechlin, zu Plaudereien und Gesprächen über die Zeit, die Anlass für Geselligkeit bieten.

Sprecher: Hans Paetsch
Regie: Sylvia Molzer
Redaktion: Ruthard Stäblein
hr 1973

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