Thomas Brasch
Thomas Brasch liest aus "Vor den Vätern sterben die Söhne" Bild © picture-alliance/dpa

Zur Zeit läuft im Kino der Film "Die Familie Brasch" von Annekatrin Hendel an. Eine Dokumentation über diese "Buddenbrooks der DDR". Der Vater, Horst Brasch, jüdischer Antifaschist, Mitgründer der FDJ zusammen mit Erich Honecker, wird später stv. Kulturminister der DDR.

1968 protestiert sein ältester Sohn Thomas Brasch gegen den Einmarsch des Warschauer-Pakts in Prag – und geht ins Gefängnis. Der Vater wird in der Folge entthront, muss nachsitzen, in der Parteischule in Moskau.

Weitere Informationen

Lesezeit

9.9.2018 (1 Folge)
Montag 15 Uhr in der "Klassikzeit"

Ende der weiteren Informationen

Sohn Thomas Brasch rechnet mit dem Vater in seiner Erzählung "Vor den Vätern sterben die Söhne" endgültig ab. Thomas Brasch wollte das Buch in der DDR veröffentlichen. Er bat seinen Vater deshalb um ein persönliches Gespräch mit Honecker. Der hat es gelesen und persönlich nicht zum Druck frei gegeben. Thomas Brasch ist daraufhin – und nach seiner Unterzeichnung des Protestes gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann – in den Westen gegangen, wo 1977 sein Buch im Rotbuch-Verlag erschien, und Thomas Brasch einen Auszug daraus für die Hörerinnen und Hörer von hr2- kultur vorgelesen hat. Wir bringen einen Auszug aus dieser historischen Aufnahme.
Textbearbeitung: Ruthard Stäblein   

Aktueller Song:
Lädt
Lädt
Lädt - Lädt
Lädt - Lädt
mit