Märchen und Verbrechen
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Kassel 1807: Die Brüder Grimm leben in einer unruhigen Zeit. Napoleon gründet den ersten Reformstaat auf deutschem Boden. Und Jacob Grimm, der eigentlich in Ruhe an der Deutschen Märchensammlung arbeiten will, gerät unversehens ins Zentrum der Macht. Sind die Märchen in Wirklichkeit verkappte Kriminalfälle?

Mord, Freiheitsberaubung und Missbrauch spielen in den vermeintlichen "Kinder- und Hausmärchen" schließlich eine große Rolle. Die mit Mechthild Großmann und den Brüdern Wanja, Jona und Woody Mues prominent besetzte Hörspielserie von Viviane und Leonhard Koppelmann erzählt fünf Fälle von "Märchen und Verbrechen". Zum Ermittler-Team gehören neben Jacob und Wilhelm Grimm auch der "Vater der modernen Kriminalistik", Eugène François Vidocq, und die resolute Jenny von Droste zu Hülshoff. Gespielt werden sie von Michael Rotschopf und Laura Maire.

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03.-14.12.2018 (10 Folgen)
mo-fr 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück",
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit".
Zum zeitsouveränen Hören ab sofort auch als Podcast.

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Kriminalakte 01 behandelt den Fall "Räuberbräutigam". Darin werden die Grimms in eine politisch hochbrisante Affäre verwickelt. In Kriminalakte 02 verschwindet Schneewittchen. Der dritte Fall erzählt von einem Menschenschinder, genannt "Der Wolf", und einem Geiseldrama im Fritzlarer Mädchenpensionat. Im vierten Fall kommt es zum Eklat um "Die fremde Braut", und in Kriminalakte 05 bringen "Die Förster-Kinder" ihre Eltern vor Gericht.

Die Hörspielserie spielt in politisch bewegten Zeiten: Für seinen jüngsten Bruder Jérôme hat Napoleon Bonaparte das Königreich Westphalen mit Kassel als Hauptstadt gegründet. Der neue Code Civil bringt Religionsfreiheit und die Abschaffung von Adelsprivilegien. Doch die Fremdherrschaft der Franzosen wird von vielen vehement abgelehnt. Während einige sich die alte Ordnung zurückwünschen, träumen andere von einem liberalen und souveränen Deutschland. Der junge Jacob Grimm wird König Jérômes Privatbibliothekar. Als er zum Beisitzer im Staatsrat ernannt wird, kann er sich dem politischen Tagesgeschäft nicht mehr entziehen. Über seine Aufgaben im Staatsrat schweigen die historischen Quellen jedoch beharrlich.

Hier setzt die Fantasie von Viviane und Leonhard Koppelmann ein. Schließlich fällt auch die Entwicklung der modernen Kriminalistik genau in diese Zeit. 1811 wird in Paris eine neue Ermittlungsbehörde gegründet. Ihr Chef wird der ehemalige Dieb und Betrüger Eugène François Vidocq. Was wäre, wenn die Grimms mit ihrer besonderen Beobachtungsgabe und Vidocq mit seinem Insider-Wissen im französisch besetzten Kassel zusammengetroffen wären und hier erste Ansätze klassischer Detektivarbeit entwickelt hätten?

Viviane und Leonhard Koppelmann: Märchen und Verbrechen. Die Brüder Grimm – Kriminalakte 01-05
Mit: Mechthild Großmann, Wanja Mues, Jona Mues, Michael Rotschopf, Laura Maire u.v.a.
Regie: Viviane Koppelmann
Eine Produktion von hr2-kultur 2018

Ab dem 29.11. im Podcast-Angebot von hr2-kultur.

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