Bertolt Brecht
Bertolt Brecht Bild © picture-alliance/dpa

Bertolt Brecht wurde in Augsburg geboren. Hier ist auch seine Erzählung "Der Augsburger Kreidekreis" angesiedelt, und zwar zur Zeit eines der blutigsten Konflikte der Menschheitsgeschichte: im Dreißigjährigen Krieg. Die Gewalt des Krieges wird am Schicksal eines Kindes festgemacht. Mechtild Großmann verleiht der Geschichte ihre eindringliche Stimme.

In der Erzählung wird ein Wiegenkind bei einem Angriff auf sein Heim von den leiblichen Eltern zurückgelassen. Eine Magd nimmt sich seiner an und bringt es mit Liebe, Mut und Geschick durch den Krieg. Viele Jahre später aber taucht die Mutter wieder auf und erhebt Anspruch auf ihren Nachkommen, ohne den sie ihr Erbe nicht antreten kann. So erlebt das unschuldige Kind auch in Friedenszeiten noch Unfriede.

Entstanden ist diese Antikriegserzählung vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs. Bertolt Brecht ist auf der Flucht vor den Nationalsozialisten, als er den "Augsburger Kreidekreis" 1940 zu Ende bringt. Der Text findet 1949 Eingang in seine "Kalendergeschichten", eine Sammlung von Kurztexten in Versform und Prosa.

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Bertolt Brecht: Der Augsburger Kreidekreis

31. Januar und 1. Februar (2 Folgen)
mo-fr 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück",
Wiederholung ab 15 Uhr in der "Klassikzeit".

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