Martin Mosebach
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Der Krieg hat Frankfurt gründlich zerstört. Für die Immobilienfirma von Eduard Has ergeben sich im Westend ungeahnte Möglichkeiten. Martin Mosebachs Roman "Westend" steht im Zentrum des Lesefestes "Frankfurt liest ein Buch". Für hr2-kultur liest der Autor ausgewählte Passagen.

Spekulanten und Hausmeister, Putzfrauen und Kunstsammler, Liebespaare und die letzten Vertreter Altfrankfurter Bürgerlichkeit bevölkern Martin Mosebachs „Westend“. Die Stadt mit ihren Bürgern ist der eigentliche Gegenstand dieses großen Gesellschaftsromans. Im Schicksal seiner Figuren lässt der Autor deutsche Nachkriegsgeschichte lebendig werden.

Eduard Has empfindet sich als Glückskind. Seinen Erfolg adelt er mit einer stattlichen Sammlung des eben noch verfemten Expressionismus, neben die kühl-elegante Ehefrau tritt eine sinnliche Geliebte, die Tochter Lilly betet er an. Warum nur kann das Leben nicht ewig so weitergehen?

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Aktuelle Lesung

06.05.-17.05.2019 (10 Folgen)
mo-fr 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück",
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit".

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Vor beinahe 30 Jahren erschien "Westend" weitgehend unbeachtet, Martin Mosebach selbst bezeichnete das Buch immer als Hauptwerk. Im Rahmen des Lesefests "Frankfurt liest ein Buch" ist der Roman bei rund 80 öffentlichen Veranstaltungen in Frankfurt und der Region jetzt neu zu entdecken. Exklusiv für hr2-kultur hat Martin Mosebach zehn ausgewählte Passagen seines Romans gelesen. Sie führen mitten hinein in das pralle Leben der Frau Scharnhorst, von Eduard Has, von Dorothée, Lilly, Alfred Labonté und seinen Tanten, von Etelka Kalkofen, Fred Olenschläger und den anderen.

Buchcover "Westend" von Martin Mosebach
Martin Mosebach: "Westend", Neuausgabe Rowohlt, 894 Seiten, 20 Euro. Bild © rowohlt/hr

Martin Mosebach, geboren 1951 in Frankfurt am Main, wurde unter anderem mit dem Heinrich-von-Kleist-Preis, dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Er ist Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung, der Deutschen Akademie der Künste in Berlin-Brandenburg sowie der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Sein Werk umfasst neben zahlreichen Romanen und Erzählungen auch Filmdrehbücher, Hörspiele und Lyrik. Für hr2-kultur ist er 2018 als Autor der „ARD Radio Tatorte“ „Plastik im Apfelgarten“ und „Einen Moment nicht aufgepasst“ tätig gewesen. Martin Mosebach lebt im Frankfurter Westend.

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