Ricarda Huch
Ricarda Huch Bild © picture-alliance/dpa

Die Erzählung aus dem Jahr 1910 ist sowohl Krimi wie Psychogramm, sie ist ebenso aufregend zu hören wie modern erzählt. Ein Attentat im russischen Zarenreich steht im Mittelpunkt dieser Briefnovelle von Ricarda Huch – eine beziehungsreiche Erzählung, feinfühlig gelesen von Rosemarie Fendel.

Opfer ist ein russischer Gouverneur. Der Täter ist Revolutionär. Ricarda Huch schildert die vielschichtigen Relationen zwischen Opfer, Täter und ihren Angehörigen. Mit Texten wie diesem wurde die 1864 geborene Ricarda Huch für Thomas Mann zur "ersten Frau Deutschlands". Und das war sie tatsächlich in mehrfacher Hinsicht: Ricarda Huch graduierte 1891 als erste Frau in der Schweiz fürs höhere Lehramt und machte ein Jahr später ihren Doktor in Geschichte; sie wurde 1926 als erste Frau in die Preußische Akademie der Künste aufgenommen, und sie trat 1933 als eine der Ersten wieder aus. Gleich nach dem Krieg engagierte sich Ricarda Huch für das Andenken der Männer und Frauen im Widerstand. Sie starb 1947 in Kronberg im Taunus.

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Die Lesung online hören

Die Lesung "Der letzte Sommer" können Sie vom 20. bis 27. August hier online hören.

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Die Schauspielerin Rosemarie Fendel hat Ricarda Huchs "Der letzte Sommer" 1998 für den Hessischen Rundfunk gelesen. Die Novelle "Der letzte Sommer. Eine Erzählung in Briefen" ist 1910 in der "Deutschen Verlagsanstalt" erschienen, weitere Ausgaben kamen 1920 im Insel Verlag sowie 1972 im Union Verlag.

Sie hören die Lesung vom 20. bis 28. August (montags-freitags) um 15 Uhr in der "Klassikzeit".

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