Thomas Bernhard, fotografiert 1981

Grantelnd, spottend, Tiraden ausstoßend – so kennt man den österreichischen Schriftsteller Thomas Bernhard. Auf die Frage "Sind Sie gern böse?", antwortete er einmal aufrichtig: "Ich glaub ja."  Was könnte also ausschlussreicher und zugleich amüsanter sein, als sich Bernhards Boshaftigkeiten einmal gesammelt anzuhören – im kongenialen Vortrag von Peter Simonischek.

Thomas Bernhard fand: Bösartig dürfe man sein, da dies ein Aspekt der menschlichen Art sei – böswillig, also das Böse als Ziel verfolgend, dagegen nicht. Der langjährige Suhrkamp-Cheflektor Raimund Fellinger hat 2014 für den Insel Verlag den Band "Bernhard für Boshafte" zusammengestellt.

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Thomas Bernhard: Bernhard für Boshafte

Insel Taschenbuch 2014, 6 Euro

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Seine kleine, feine Anthologie versammelt Boshaftigkeiten aus dem Gesamtwerk Thomas Bernhards. Die Texte sind Romanen und Erzählungen ebenso entnommen wie Zeitungsessays und Briefen. Fellingers Ordnung dieser vielfältigen Quellen folgt einem einfachen Tagesablauf: angefangen von der "Politischen Morgenandacht" über das "Philosophische Mittagessen" bis zur "Entsetzlichen Abendvorstellung". Sie endet mit einigen Abschweifungen über "Europäische Provinzen".

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Lesung

30.09.-02.10.2019 (3 Folgen)
Montag-Freitag 9:30 Uhr im "Kulturfrühstück",
Wiederholung 15 Uhr in der "Klassikzeit"

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Peter Simonischek, der Thomas Bernhard bereits in den "Städtebeschimpfungen" und dem Briefwechsel mit Siegfried Unseld glanzvoll für die Lesung und das Hörbuch interpretierte, hat nun auch dessen Boshaftigkeiten für den Hörverlag und hr2-kultur eingesprochen. Sein Vortrag lässt den berühmten beredten Grantler akustisch wieder auferstehen. Es ist eine Freude!

Thomas Bernhard: Bernhard für Boshafte

 

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