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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Außergewöhnlicher Klang und eine fein distanzierte Haltung"

Anja Kampmann

Als 46. Stadtschreiberin wird Anja Kampmann am 30. August den Schlüssel für das kleine Häuschen an der Oberpforte im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim von Clemens Meyer übernehmen. Dann kann sie ein Jahr dort wohnen, oder immer wieder mal vorbeischauen, ganz wie es in ihren Arbeitsalltag passt. Auflagen gibt es keine.

Anja Kampmann, 1983 in Hamburg geboren, begann als Lyrikerin. In ihren Gedichten dominieren ein außergewöhnlicher Klang und eine fein distanzierte, beobachtende Haltung. Zwischen Fremdheit und Vertrautheit ersetzt sie die Wortlosigkeit der Natur mit ihrem eigenen poetischen Ausdruck. Eines ihrer großen Vorbilder ist Samuel Beckett, in dessen Werk sie den Umgang mit Musikalität und Stille untersuchte. Dann, im vergangenen Jahr, kam ihr erster Roman "Wie hoch die Wasser steigen"  im Hanser Verlag.

Mit Anja Kampmann ist wieder eine junge Autorin in das Amt des Stadtschreibers gewählt worden, deren Werk mit einem Roman und einem Lyrikband noch sehr überschaubar ist. Doch die Stimme, die hier spricht, ist anders als sonst in der Gegenwartsliteratur. Es gilt, sie weiterhin zu beobachten. Dazu ist jetzt ein Jahr lang Gelegenheit.

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 29.5.2019, 7:15 Uhr

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