Vier Schriftsteller, Montage hr
Friedrich Christian Delius, Gudrun Pausewang, Wilhelm Genazino und Gabriele Wohmann (l.-r.) Bild © picture-alliance/dpa

1996 diskutierten die Schriftsteller Friedrich Christian Delius, Wilhelm Genazino, Gudrun Pausewang und Gabriele Wohmann über die Vorzüge vom Leben und Schreiben auf dem Land und in der Stadt.

Die vier Autoren folgten dabei einer Einladung von hr2-kultur. Zu der öffentlichen Veranstaltung am 1. Juli 1996 in Gelnhausen brachten sie eigens für diese Veranstaltung entstandene autobiografische Texte mit.

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Marienkirche in Gelnhausen

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Schriftsteller im Gespräch mit Hans Sarkowicz in Gelnhausen, 1996

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Das Archiv des Hessischen Rundfunks bewahrt den Mitschnitt dieser öffentlichen Veranstaltung. Wir machen hier für Sie noch einmal die Diskussion nachhörbar: Friedrich Christian Delius, Wilhelm Genazino, Gudrun Pausewang und Gabriele Wohmann sprechen mit Hans Sarkowicz darüber, wie ortsgebunden Literatur ist und erläuterten ihre Vorstellungen von Zugehörigkeit und Heimat.

Die Autoren:

Friedrich Christian Delius wurde 1943 in Rom geboren und wuchs bis zu seinem 16. Lebensjahr in Wehrda bei Bad Hersfeld auf, heute ein Ortsteil von Haunetal. Das Abitur erlangte er in Korbach, seit 1963 lebt er in Berlin. Seine Erzählung "Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde" schildert den Sieg Deutschlands bei der WM 1954 aus Sicht eines 11-Jährigen aus Wehrda. 2018 veröffentlichte Delius die Erzählung "Die Zukunft der Schönheit". Sie handelt von einem jungen Deutschen aus der hessischen Provinz, der 1966 in New York den Jazz entdeckt.

Wilhelm Genazino wurde 1943 in Mannheim geboren. Seit seiner Studienzeit lebt er (mit einer Unterbrechung) in Frankfurt am Main. Die Stadt ist Schauplatz fast aller seiner Romane. Zuletzt veröffentlichte Wilhelm Genazino die Romane "Außer uns spricht niemand über uns" und "Kein Geld, keine Uhr, keine Mütze".

Gudrun Pausewang wurde 1928 in Ostböhmen geboren. Ihre Flucht nach Kriegsende führte die Familie nach Wiesbaden. Später arbeitete Gudrun Pausewang viele Jahre lang als Lehrerin in Chile, Venezuela und Kolumbien, von 1972 bis 2016 lebte sie im osthessischen Schlitz, seitdem in der Nähe ihres Sohnes in Bamberg. In Schlitz spielen ihre berühmtesten Bücher "Die letzten Kinder von Schewenborn" und "Die Wolke".

Gabriele Wohmann wurde 1932 in Darmstadt geboren und lebte hier die meiste Zeit ihres Lebens. Sie starb 2015. Ihr umfangreiches Werk umfasst Erzählungen, Romane, Gedichte, Fernseh- und Hörspiele. Zuletzt erschienen 2012 ihre schönsten Erzählungen unter dem Titel "Eine souveräne Frau".

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