In unserer dreiteiligen Reihe stellen wir zwei Autoren und eine Autorin vor, die in ihren neuen Romanen die Geschichte des Maghreb im 20. Jahrhundert beleuchten: Mahi Binebine, Hédi Kaddour und Valérie Zenatti.

Sie selbst haben ihre Wurzeln in Algerien, Marokko und Tunesien, ihre Romane führen in den Beginn der Kolonialzeit, in Königspalast und Gefängnis und auf den Kriegsschauplatz des 2. Weltkriegs.

Der marokkanische Autor Mahi Binebine lässt den Hofnarr von Hasan II. aus dem Zentrum der Macht plaudern. Mit ihm betritt der Leser das Innere des Königspalasts. Aus dem Palastgeflüster entspinnt sich eine tragische Familiengeschichte. Zum ersten Mal erzählt Binebine eine autobiografische Geschichte.

Mahi Binebine: Der Hofnarr
Lenos Verlag, 200 Seiten, 22 Euro Bild © Lenos Verlag | Bearbeitung hr

Der Schriftsteller und Maler ist 1959 in Marrakesch geboren, er hat in Paris studiert und lange in Frankreich gelebt. Mittlerweile lebt und arbeitet er wieder in Marrakesch. Der "Hofnarr" ist sein achter Roman. Übersetzt wurde er aus dem Französischen von Regina Keil-Sagawe.

Die nächste Folge unserer Reihe führt mit dem in Tunesien geborenen Schriftsteller Hédi Kaddour und seinem Roman "Die Großmächtigen" zurück in die 20er Jahre, in die Anfänge der Kolonialzeit, und lässt ein amerikanisches Filmteam mit der maghrebinischen Kultur kollidieren. Im dritten Teil unserer Reihe erzählt Valérie Zanetti in ihrem Roman "Jacob, Jacob" die Geschichte eines jungen algerischen Juden, der 1944 in den Krieg gegen Deutschland ziehen muss.

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