Der Schriftsteller und Journalist Jörg Fauser zählt zu den legendären Gestalten der deutschsprachigen Underground-Literatur. Er wurde am 16. Juli 1944 in Bad Schwalbach geboren und starb am 17. Juli 1987 bei einem Autounfall. Wir erinnern an ihn mit der Autorenlesung "Requiem für einen Goldfisch".

Jörg Fauser, Sohn eines bildenden Künstlers und einer Schauspielerin, veröffentlichte früh erste journalistische Beiträge, ein Studium brach er nach kurzer Zeit ab. Seit den 1970er Jahren arbeitete für verschiedene literarische Zeitschriften, er veröffentlichte Gedichte und Reisereportagen, schrieb Drehbücher, Hörspiele und arbeitete als Texter mit dem Rockmusiker Achim Reichel zusammen. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen gehören die Romane "Rohstoff" (1984), "Das Schlangenmaul" (1985) und der Gedichtband "Trotzki, Goethe und das Glück" (1979). Sein Roman "Der Schneemann" wurde 1984 mit Marius Müller-Westernhagen verfilmt. In seinen frühen Jahren war Jörg Fauser stark von der amerikanischen Beat-Literatur beeinflusst, immer wieder verarbeitete er in seinen Texten eigene Drogenerfahrungen. In einer Selbstauskunft schrieb Jörg Fauser über sich: "Keine Stipendien, keine Preise, keine Gelder der öffentlichen Hand, keine Jurys, keine Gremien, kein Mitglied eines Berufsverbands, keine Akademie, keine Clique; verheiratet, aber sonst unabhängig."

Jörg Fauser starb in der Nacht nach seinem 43. Geburtstag: Er wurde als Fußgänger auf der A 94 bei München von einem Lkw erfasst. Die Umstände blieben ungeklärt.

Die Erzählung "Requiem für einen Goldfisch" wurde 1979 veröffentlicht, der Autor las sie bereits einige Jahre zuvor für den Saarländischen Rundfunk.

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