Buchpreis 2018
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So haben die hr2-kultur-Hörerinnen und -Hörer abgestimmt. Wer ist Ihr Favorit für den Deutschen Buchpreis 2018? hr2-kultur stellt die 6 Autorinnen und Autoren der Shortlist vor.

Aus der Liste der 20 ausgewählten Autorinnen und Autoren, die für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres nominiert wurden, hat die Jury ihre 6 Favoriten ausgewählt. hr2-kultur suchte Ihre Kandidatin oder Ihren Kandidaten für den mit 25.000 Euro dotierten Deutschen Buchpreis.

Shortlist Voting Ergebnis
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So haben die hr2-kultur-Hörerinnen und -Hörer abgestimmt:

  1. Nino Haratischwili - "Die Katze und der General": 39,27% - 75 Stimmen
  2. Stephan Thome - "Gott der Barbaren": 19,37% - 37 Stimmen
  3. Inger-Maria Mahlke - "Archipel": 14,14% - 27 Stimmen
  4. Maxim Biller - "Sechs Koffer": 10,99% - 21 Stimmen
  5. María Cecilia Barbetta - "Nachtleuchten": 8,90% - 17 Stimmen
  6. Susanne Röckel - "Der Vogelgott": 7,33% - 14 Stimmen

Kommentar von hr2-Literaturchef Alf Mentzer

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Alf Mentzer

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Es müsste eine Buchpreisträgerin werden." - Alf Mentzer

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María Cecilia Barbetta: Nachtleuchten

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María Cecilia Barbetta, Nachtleuchten Bild © S. Fischer Verlag/hr

Buenos Aires 1974: Die Autowerkstatt von Ballester ist eine Brutstätte des utopischen Denkens. Eine Mädchenschule praktiziert die Theologie der Befreiung. Die Männer der Autowerkstatt verfolgen atemlos die Nachrichten, und der Friseur gerät außer sich über den Tod des Präsidenten. Sie lauschen den Stimmen der Toten, singen ihre Lieder und feiern das Leben. Doch politische Unruhen, Gewalt und die drohende Militärdiktatur verwandeln das Land in einen zutiefst unheimlichen Ort. Wer überleben will, braucht eine Vision.

Maxim Biller: Sechs Koffer

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Maxim Biller: Sechs Koffer Bild © Kiepenheuer&Witsch /hr

Ein Familiengeheimnis in den Zeiten des Kalten Krieges: Aus sechs Perspektiven erzählt der Roman von einem mutmaßlichen Verrat. Das Opfer ist der Großvater des Erzählers, der 1960 in der Sowjetunion hingerichtet wurde. Unter Verdacht steht die eigene Verwandtschaft. Eine Erzählung über sowjetische Geheimdienstakten, vergiftete Liebesbeziehungen und die Machenschaften antisemitischer Kultur-Apparatschiks. Vor allem aber über Menschen, die immer wieder ihr gesamtes Leben in einen Koffer packen und damit weiterziehen müssen – Geheimnisse inklusive.

Nino Haratischwili: Die Katze und der General

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Nino Haratischwili: Die Katze und der General, Frankfurter Verlagsanstalt Preis: 30 Euro Bild © Frankfurter Verlagsanstalt/hr

Alexander Orlow, ein russischer Oligarch und von allen "Der General" genannt, hat ein neues Leben in Berlin begonnen. Doch die Erinnerungen an seinen Einsatz im Ersten Tschetschenienkrieg lassen ihn nicht los, vor allem jene an die grausamste aller Nächte, nach der von der jungen Tschetschenin Nura nichts blieb als eine große ungesühnte Schuld. Der Zeitpunkt der Abrechnung ist gekommen – der Sühneplan führt über Moskau und Marrakesch bis tief hinein in den Kaukasus.

Weitere Informationen

Sendung in hr2-kultur

hr2-kultur sendet vom 1.10. bis 6.10. in der Lesezeit um 9:30 Uhr und um 15:00 Uhr einen Mitschnitt der Lesungen vom Shortlist-Abend im Schauspiel Frankfurt.

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Inger-Maria Mahlke: Archipel

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Inger-Maria Mahlke: Archipel Bild © Rowohlt/hr

Rosa kehrt zurück nach Teneriffa, in das heruntergewirtschaftete Haus der vormals einflussreichen Bernadottes. Rosa sucht. Was, weiß sie nicht genau. Ihr Großvater Julio war Kurier im Bürgerkrieg, war Gefangener der Faschisten, er floh und kam wieder, und heute hütet er die letzte Lebenspforte der Alten von der Insel. Einer, der Privilegien nur als die der anderen kennt. „Archipel“ führt rückwärts durch Julios Jahrhundert, das der Bautes und Bernadottes, der Wieses, der Moores und González’, aber auch derer, die keine Namen haben.

Susanne Röckel: Der Vogelgott

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Susanne Röckel: Der Vogelgott Bild © Jung und Jung/hr

Die Mitglieder einer wissenschaftlich orientierten Familie werden durch eine zufällige Entdeckung auf einem Kirchenbild in den schwer durchschaubaren Mythos eines Vogelgottes hineingezogen – mit einem Sog, dem sie nicht widerstehen können. Spätestens als sich herausstellt, dass dieser Mythos eben nicht nur ein Mythos ist. Es ist eine sagenumwobene, aber elende Gegend dieser Erde, wo die Verehrer des Vogelgotts leben, die ihm allerdings weniger ergeben als vielmehr ausgeliefert zu sein scheinen.

Stephan Thome: Gott der Barbaren

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Stephan Thome: Gott der Barbaren Bild © Suhrkamp/hr

Mitte des 19. Jahrhunderts überzieht eine christliche Aufstandsbewegung China mit Terror und Zerstörung. Ein deutscher Missionar, der bei der Modernisierung des Reiches helfen will, gerät zwischen die Fronten eines Krieges, in dem er alles zu verlieren droht, was ihm wichtig ist. An den Brennpunkten des Konflikts agieren ein britischer Sonderbotschafter, der seine inneren Abgründe erst erkennt, als er ihnen nicht mehr entgehen kann, und ein zum Kriegsherrn berufener chinesischer Gelehrter, der so mächtig wird, dass selbst der Kaiser ihn fürchtet.

Die Jury

Die Jury des Deutschen Buchpreises 2018
Die Jury des Deutschen Buchpreises 2018 Bild © Börsenverein d.d.B.

Der Jury für den Deutschen Buchpreis 2018 gehören neben Christine Lötscher an: Christoph Bartmann (Goethe-Institut Warschau), Luzia Braun (ZDF), Tanja Graf (Literaturhaus München), Paul Jandl (freier Kritiker), Uwe Kalkowski (Literaturblog „Kaffeehaussitzer“), Marianne Sax (Bücherladen Marianne Sax, Frauenfeld).

Sendung: hr2-kultur, Kulturcafé, 11.09.2018, 16:00 Uhr

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