CD-Cover "Awakening Beyond"
Bild © Edition Beyond Singing

2008 gab es das erste Beyond-Music-Projekt. Sängerinnen aus verschiedenen Kulturen rund um Rockröhre Tina Turner gehen auf eine spirituelle Reise, der Dalai Lama gab seinen Segen und die Songs, Gebete, traditionelle Melodien und Kinderlieder sind auf eine erfolgreiche Reise um die Welt gegangen. Awakening Beyond ist die vierte CD der Reihe, die Künstlerinnen kommen aus Damaskus, Jerusalem, Poona, Katmandu und der Schweiz.

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CD-Cover "Awakening Beyond"

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Voller guter Musik, guter Gedanken, spirituell, professionell und glaubwürdig" Daniella Baumeister

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Gemeinsam haben sie nicht nur große Stimmen und wunderschöne Songs, sondern auch den Glauben an die universelle Wahrheit, dass wir alle etwas in uns haben, das über uns hinaus weist und dass Musik über alle Kulturen und Religionen hinaus die Welt zu einem friedlicherem Ort macht.

Eine der sechs Ladies ist Tina Turner, die das Doppelalbum mit einem kleinen Gebet beginnt – "Wolken, schickt uns eure himmlischen Regentropfen …" Denn Tina Turner ist schon lang auf der Suche nach himmlischen Spuren, sie ist Buddhistin und sie ist fest davon überzeugt, wir alle sollten uns jeden Tag Zeit nehmen für ein kleines Gebet. Für ein paar positive Gedanken. Für ein bisschen Spiritualität, für viel Achtsamkeit.

Zitat
„Die einzige Botschaft ist, wenn wir alle unsere Gebete losschicken, jeder Einzelne auf seine Weise, dann kommt das alles in einem Gott, in einer Macht an und hilft, die Welt zu verändern.“ Zitat von Tina Turner
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Eine Stimme auf der CD gehört Mor Karbasi. Sie kommt aus Jerusalem aus einer marokkanisch-persischen Familie und sie ist eine Künstlerin, die es sich zu Lebensaufgabe gemacht hat, mit ihren Liedern einen Beitrag zu leisten, Menschen aus verschiedenen Glaubensrichtungen und Kulturen neu zu verbinden. Sie bezieht sich auf jüdische Traditionen der Sepharden im Mittelmeerraum und auf Geschichten, die über Jahrhunderte überliefert wurden.

Musik als Inspirationsquelle für Respekt, Liebe und Dialog

Sawani Shende Sathaye kommt aus Poona, Indien und aus einer großen Musiktradition und –kultur. Auch die indische Klassik von Sawani Shende Sathaye will hier eine Inspirationsquelle sein für gegenseitigen Respekt, Mitgefühl, Toleranz, Liebe und Dialog zwischen den Kulturen. Zum vierten Mal erscheinen diese Gebete, lyrischen Texte und Wiegenlieder. In unterschiedlicher Zusammensetzung singen Frauen aus verschiedenen Kulturen ihre Botschaft in die Welt. Sie alle bringen ihre authentische Musiktradition und ihre Originalinstrumente mit. Auf dieser Doppel-CD hat der syrisch-amerikanische Komponist und Produzent Kareem Roustom eine Partitur drum herum geschrieben, das Philharmonia Orchestra London hat überall mitgespielt und aufgenommen wurde alles im legendären Abbey Road Studio.

"Ich singe für die Freiheit" (Ani Choying)

Ani Choying ist eine Nonne aus dem Himalaya – und eine weltberühmte Sängerin. Singt hier u.a. ein tibetisches buddhistisches Mantra. Choying hat auch schon eine Biografie "Ich singe für die Freiheit" geschrieben. Ich finde aber, man muss die Inhalte gar nicht alle verstehen oder nachlesen, die Hoffnung auf ein friedlicheres  irdisches Leben vermittelt sich auch allein durch die Stimmen, die Hingabe, die schönen Songs.

Dima Orsho kommt aus Damaskus und lebt inzwischen in Chicago, Regula Curti kommt aus der Schweiz und hat hier die Mystikerin Hildegard von Bingen wieder belebt. Sie war auch schon 2008 dabei, beim ersten Beyond Music Projekt. Damals schon gab der Dalai Lama seinen Segen und die internationale Resonanz war groß, die Reise in andere Welten und Kulturen ist auch eine Erweiterung des eigenen und des spirituellen Horizonts. Aber ich finde, man kann schöne Musik auch mal so ganz ohne den idealistischen Rahmen einfach mal so genießen. Ok, zum Schluss kommt doch noch mal ne kleine Botschaft von Tina Turner: "Ich hatte schlimme Zeiten, das wisst ihr alle, aber das ist vorbei und ich hoffe, man sieht es mir nicht an. Jetzt will ich darüber hinaus weiter kommen. Beyond. Und ich will so viele Menschen mitnehmen wie möglich." Schade, dass die Queen of Rockn Roll auf diesem Album nur gesprochen und nicht gesungen hat. Das ist aber meine einzige Kritik. Es klappt tatsächlich, allein durch die Kraft der Musik bleibt ganz viel Respekt, Inspiration und vor allem Interesse für andere Kulturen, das immer weiter geht. Beyond eben. Am Ende steht nicht weniger als die Erleuchtung.

Fazit: Musik zum Entspannen - einfach schön!

Eine CD, die weit über ihren religiösen Kontext hinaus geht. Zwar betonen die sechs Künstlerinnen aus verschiedenen Kulturen und Religionen ihre Herkunft, aber die Musik ist universell, Weltmusik im besten Sinn. Arabisch, Indisch, sephardisch, tibetisch, unterstützt vom London Symphonia Orchestra, aufgenommen im legendären Abbey Road Studio. Musik zum Runterkommen, Entspannen, gute Gedanken sammeln, andere Kulturen spüren. Und wem das alles zu esoterisch und religiös ist - die Musik funktioniert auch ohne den spirituellen Überbau. Einfach schön!

Vorgestellt von Daniella Baumeister

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 23.1.2018, 8:45 Uhr

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