Noa Letters to Bach

Achinoam Nini, kurz: Noa, singt Bach: Instrumentalmusik, eigentlich, großartig neu präsentiert. Noa hat einen Text auf die Noten von Bach geschrieben, ihr musikalischer Partner Gil Dor spielt die zweite Stimme dazu auf der Gitarre.

Der Notentext bleibt dabei absolut unverändert, Achtel für Achtel stimmen mit dem Original überein. Aber dazu kommen eben als neue Ebenen: der Gesang und ein Text, in dem Noa das kunstvolle sich Umspielen und Verschmelzen der Bachschen Melodien in Analogie zu einer Liebesbeziehung setzt. Auch da gibt’s mitunter Reibungen und Streit, aber am Ende zählt die Versöhnung.

Was würde Papa Bach dazu sagen?

So menschlich, so erfrischend ist das. Bach – da bin ich mir sicher – hätte diese Aufnahmen geliebt, natürlich auch wegen der ausgefeilten Vokalkunst Noas, die jede Nuance seiner Werke erfasst. Nicht im barocken Sinn, eher wie eine Musical- oder Jazz-Sängerin, aber eben mit einem sehr feinen Gespür für die Wahrhaftigkeit dieser Musik und ihren Anspruch auf universelle Gültigkeit.

Fazit

Noa ist mit den "Letters to Bach" das Kunststück gelungen, einigen Instrumentalstücken von Johann Sebastian Bach eine neue Ebene hinzuzufügen: Durch einen eigenen Text, aber auch durch eine Gesangskunst, die weitgehend Note für Note dem Original folgt und doch etwas sehr Gegenwärtiges ausstrahlt. Der Meister selbst hätte diese Aufnahmen geliebt!

Noa
Letters to Bach
More Management Ltd.
Best.Nr. 02 6522
ohne LC

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 8.5.2019, 6:45 Uhr

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