Danny Elfman

Danny Elfman, eine der lebenden Hollywood-Legenden, ist vor allem bekannt als Haus- und Hofkomponist von Regisseur Tim Burton, dessen Filmen wie "Edward mit den Scherenhänden", "Beetlejuice", "Sleepy Hollow" oder "Alice im Wunderland" er ihre typisch spätromantisch-morbide Signatur verpasst hat.

Für sein neues Album hat Elfman sein vertrautes Territorium verlassen, stellt sich als Konzertkomponist unter Beweis – mit einem Klavierquartett und einem Violinkonzert.

Flexible Spätromantik

Elfman bleibt authentisch und verstellt sich nicht. Er reflektiert seine musikalische Identität und etabliert im ersten und vierten Satz des Violinkonzerts, als Rahmung sozusagen, seine spätromantischen Wurzeln, beweist aber auch Mut zu Ecken und Kanten. Dirigent John Mauceri bündelt die Energien des Royal Scottish National Orchestra zu einer prächtig-düsteren Phantasmagorie, die einen elektrisiert. Die Solo-Partie hat Elfman extra für die Geigerin Sandy Cameron geschrieben, die er bereits von gemeinsamen Burton-Elfman-Konzerten kennt. Mit ungemeiner Flexibilität steuert sie die diffusen, wahnwitzigen Intervallsprünge in Elfmans akrobatischer Partitur an und überwindet sie teuflisch gut.

Fazit

So beweglich in seinen musikalischen Einfällen wie hier war Danny Elfmans Musik selten. Er hat sich die eingeschnürte Filmkomponisten-Seele sprichwörtlich aus dem Leib komponiert. Ein echter Befreiungsschlag.

Violin Concerto "Eleven Eleven"
Piano Quartet
Danny Elfman
Royal Scottish National Orchestra unter John Mauceri,
Sandy Cameron, Violine
Philharmonisches Klavierquartett Berlin
Sony Classical

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