Maria Callas

Sie war eine der schillerndsten Künstlerpersönlichkeiten ihrer Zeit und ihr Leben hätte Stoff für gleich mehrere Opern geboten: Die Rede ist von Maria Callas. Selbst Jahrzehnte nach ihrem Tod ist sie immer noch eine Legende: "Die Callas" oder auch "La Divina", die Göttliche. Wer aber war die Frau dahinter?

Dem geht der Film "Maria by Callas" von Tom Volf nach. Im Frühsommer lief er in den deutschen Kinos und seit letzter Woche ist er auch als DVD erhältlich, eine Art Psychogramm, in dem sich eine überaus intelligente und feinsinnige Künstlerin selbst reflektiert, wobei die Musik natürlich eine Hauptrolle spielt, wie ja auch im Leben der Callas.

"Ich trage zwei Personen in mir:
Ich möchte Maria sein,
aber da ist auch die Callas,
der ich gerecht werden muss.
Ich versuche, beiden gerecht zu werden."

Tom Volf ist über ein bislang unveröffentlichtes Interview aus dem Jahr 1970 gestolpert, das ihn gleich fasziniert hat und um das er einen ganzen Schatz arrangiert hat: Ein intimes Portrait, in dem er vor allem Maria Callas zu Wort kommen lässt. Ausschnitte aus Interviews, private Super8-Filme der Familie, ein Blick ins Fotoalbum, unterlegt mit Zitaten aus Briefen, übrigens gesprochen von der Schauspielerin Eva Matthes. Sie erzeugt mit ihrer Stimme eine ganz intime Nähe, man ist also sofort bei Maria. Und manchmal braucht es gar keiner Worte, da sprechen dann auch nur die Bilder und die Musik.

Fazit

Ein vielschichtiger und schonungsloser Film, vor allem mit einem klaren Blick von ihr selbst, den man so gar nicht erwartet hätte. Und bei alledem: Musikalisch reizvoll sowieso, aber auch was für's Auge: Maria Callas ist so unglaublich elegant, auch abseits der Bühne in ihren 60er-Jahre-Kleidern – einfach toll!

Maria (by) Callas
Tom Volf
Prokino
DVD

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