Ma´alot Quintet: George Onslow
Ma´alot Quintet: George Onslow Bild © Dabringhaus & Grimm

Die Musik von Georges Onslow ist bei uns heute kaum bekannt. Das war vor rund 200 Jahren anders. Da zählte Onslow zu den bekanntesten Komponisten in Frankreich, man verehrte ihn und nannte ihn sogar den "fanzösischen Beethoven".

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Ma´alot Quintet: George Onslow

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found CD-Tipp: Kammermusik für Bläser von Georges Onslow

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Originalkompositionen von Georges Onslow für klassische Bläserquintettbesetzung präsentiert das Ma‘alot Quintett auf seiner neuen CD. Onslow schrieb eine ganze Menge Kammermusik vor allem aber für Streicher oder auch Klavier, allein 36 Streichquartette und 34 Klavierquintette. Den Impuls Kammermusik für Bläser zu schreiben, bekam er  wahrscheinlich von Anton Reicha, einem seiner Kompositionslehrer in Paris. Der böhmische Musiker und Komponist schrieb zahlreiche Werke für diese Besetzung.

Das  Quintett von Onslow ist für Kammermusikfans eine Entdeckung, vor allem weil seine  Musik weitgehend unbekannt ist. Sein Bläserquintett in F- Dur  ist das einzige Stück für diese Besetzung und nimmt schon deshalb eine besondere Stellung ein.

Weitere Informationen

Georges Onslow, Bläserquintett F-Dur op. 81 / Sextett Es-Dur op. 30

Ma'alot Quintett / Markus Becker, Klavier / Nabil Shehata, Kontrabass
MDG 903 2012-6
LC 06768

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Das  Sextett op. 30  dagegen fällt vor allem wegen der ungewöhnlichen Besetzung auf. Ein Sextett mit Bläsern das bedeutet nicht einfach nur ein Bläserquintett plus Klavier, sondern hier fällt die Oboe weg, Klavier und Kontrabass kommen dafür hinzu. Bei dieser Aufnahme spielt der Pianist Markus Becker und am Kontrabass hören Sie Nabil Shehata. Ein Stück, das  schon deutlicher in Richtung Romantik geht, mit fließenderen Themen und intensiveren Klängen.

Fazit

Fünf exzellente Musiker vom Ma’alot Quintett präsentieren gemeinsam mit ihren Gästen ganz virtuos die Musik von Georges Onslow.  Vor allem aber bestechen sie mit einer wunderbaren Klangästhetik. Ein Hörgenuss, der sich schon deshalb lohnt  und bei dem man außerdem einen kaum bekannten Komponisten kennen lernen kann, auch Dank des ausführlichen Booklets.

Vorgestellt von Susanne Pütz

Sendung: hr2-kultur, Klassikzeit, 10.04.2018, 10:30 Uhr

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