Schubert Trouts

Bei der Flut an Neuveröffentlichungen von Repertoire-Werken ist es nicht gerade leicht, den Überblick zu behalten. Wie erfrischend kann es da sein, ein bekanntes Stück einmal anders zu hören – und zwar grundlegend anders: Bekanntes neu weiterdenken – das ist die Devise von "Trouts".

Dass dieses außergewöhnliche Konzeptalbum überhaupt zustande kommen konnte, ist das Verdienst von Pianistin Silke Avenhaus. Als bekennender "Forellen-Quintett-Fan" hatte sie die Idee, fünf Komponisten der Gegenwart aus fünf verschiedenen Ländern zu beauftragen, eigene Gedanken zu Schuberts "Forellen-Quintett" in Musik zu formen. Ausgangspunkt eines jeden Stücks ist das berühmte Thema des vierten Satzes. Die einzigen Bedingungen: Die Besetzung des Klavierquintetts bleibt unverändert – und: In jedem Werk soll ein anderes Instrument hervorstechen.

Fazit

Feinheiten und Details arbeitet das Quintett raffiniert heraus. Spannend für die Zuhörer – und spannend für die Musiker. Jeden Bogen spannen sie gemeinsam, jede Temporückung, jede dynamische Veränderung ist immer abgestimmt. Ein zeitgemäßer Blick auf die Romantik, der sogar interkulturelle Grenzen aufsprengt. So global und heutig war Schubert noch nie.

Schubert Trouts
Lena Neudauer, Wen Xiao Zheng, Janulo Ishizaka, Rick Stotijn, Silke Avenhaus
Avi-music

hr2-Klassikzeit, 20.12.2018, 10:30 Uhr

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