CD-Tipp - Martin Helmchen - Olivier Messiaen: Vingt refards sur l’enfant-Jésus

Seinen Klavierzyklus "Vingt regards sur l’enfant-Jesus, zu deutsch die "Zwanzig Blicke auf das Jesuskund“, komponierte Olivier Messiaen 1944. Er gilt nicht nur als ein Höhepunkt im Schaffen des Komponisten, sondern auch als ein Höhepunkt in der Klaviermusik des 20. Jahrhunderts überhaupt. Die Musik ist Ausdruck der tiefen Religiosität ihres Schöpfers, der hier seinen ganz eigenen Klangkosmos erschafft. Dabei ist sie trotz aller Komplexität einem rein sinnlichen Hören zugänglich wie kaum ein anderes Werk der Neuen Musik. Das ist erst recht der Fall, wenn sich ein Pianist wie Martin Helmchen dieser Musik annimmt, dessen Spiel von der Kritik als "eine Balance zwischen Intellekt und Intuition“ beschrieben wird.

Fazit

Martin Helmchens hypnotisches Spiel sorgt dafür, dass die Musik immer zugänglich und berückend bleibt. Dabei ist sie hochkomplex. Somit erweist sich Helmchen als der ideale Klangmaler für Messiaens musikalische Kirchenfenster. Der Sieg der Liebe, der am Ende des Werks steht, wird so zu zum überwältigenden Triumph.

Olivier Messiaen: Vingt refards sur l’enfant-Jésus
Martin Helmchen
Alpha Classics

Sendung: hr2-Klassikzeit, 15.4.2019, 10:30 Uhr

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