Jesca Hoop: Stonechild

Die 44-jährige Jesca Hoop, aufgewachsen in den USA als Tochter mormonischer Eltern, hat schon einiges an Extremen erlebt. Sie wohnte unter freiem Himmel, arbeitete als "Wildnis- und Survival-Trainer" für ein Rehabilitationsprogramm und landete schließlich als Kindermädchen im Haushalt von Tom Waits.

Es war Waits, der Jesca in ihrem Songwriting bestärkte und sie in Kontakt mit den richtigen Leuten brachte – der Rest ist, wie es so schön heißt, Geschichte. Seit 2007 veröffentlicht Jesca Hoop nun ihre eigenwillige, experimentierfreudige, abwechslungsreiche Musik, frei von Zwängen, und vor allem: frei von Schubladendenken.

All die Dinge, die man in sich trägt

Auf "Stonechild" arbeitet sie diesmal mit den Indiemusikerinnen des New Yorker Duos "Lucius", mit der UK-Folkrockerin Kate Stables und dem Produzenten John Parish, den man durch seine Arbeit mit PJ Harvey kennt. Herausgekommen ist ein Album mit reduzierten, oft düster angehauchten Folkballaden.

Das "Steinkind" des Titels bezieht sich dabei auf ein seltenes medizinisches Phänomen. Für Hoop bezeichnet es als Metapher all die Dinge, die man lange heimlich in sich trägt, ehe man sie loslassen kann.

Fazit:

Musik so funkelnd wie das Wasser über einem nächtlichen See – Jesca Hoops "Stonechild" ist eine magische Indiefolk-Entdeckung.

Jesca Hoop: "Stonechild"
Memphis Industries

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 1.8.2019, 8:45 Uhr

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