CD-Cover Johannsson Englabörn
Das neue, posthum erschienene Album von Johann Johannsson Bild © Deutsche Grammophon

Am 09. Februar ist der isländische Komponist Jóhann Jóhannsson im Alter von 48 Jahren verstorben. Jóhannsson hat sich vor allem im internationalen Musik-Business einen Namen gemacht: ein Komponist mit neuen Ideen, ein Hoffnungsträger. Am 23. März erschien posthum das letzte Album von Jóhann Jóhannsson: Englabörn & Variations.

"Englabörn & Variations" ist eine Auseinandersetzung Jóhannsson mit seinem ersten Album, das seine Solokarriere vor sechzehn Jahren begründete. Eine Musik, die nach all den Jahren nichts an ihrem Reiz verloren hat – im Gegenteil. Die Variationen schicken das eigene Ohr auf Entdeckungstour.

Der Sound-Archäologe

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Der winterliche Gullfoss-Wasserfall in Irland

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Eindringlich, dicht und schlichtweg bewegend." Nick-M. Sternitzke

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"Die meiste Musik ist voller Klischees. Mir geht es darum, neue Sounds zu kreieren", hat er einmal gesagt. Von diesem Ziel ist der isländische Querdenker nie abgekommen. Jóhannsson war ein Suchender, ein Sound-Archäologe. Der Isländer schafft es, entrückte Klänge zu schaffen voller Melancholie und Sehnsucht. Klänge zwischen "heiß" und "eisig kalt". In seiner Musik meint man die Unberechenbarkeit der Vulkanlandschaft zu spüren - die brodelnde Lava. Im selben Augenblick ist sie voller Kälte und Klarheit: sie schimmert wie ein Polarlicht, das sich langsam in der Ferne ausbreitet.

Weitere Informationen

Englabörn & Variations

Jóhann Jóhannsson
Deutsche Grammophon

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Fazit

Johann Johannsson
Der isländische Komponist Johann Johannsson Bild © Jonatan Gretarsson

Jóhann Jóhannssons viel zu früher Tod ist ein großer Verlust - sein künstlerisches Erbe dagegen ist ein Meer an Klängen, die entführen und das eigene Kopfkino in Gang setzen. Es sind Klänge eines Komponisten, der nie müde wurde, nach ihnen zu suchen.

Vorgestellt von Nick-M. Sternitzke

Sendung: hr2-kultur, Kulturfrühstück, 17.4.2018, 08:45 Uhr

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