Trio Zimmermann: Goldberg Variationen

Von Bachs Goldberg Variationen gibt es jede Menge Aufnahmen und Bearbeitungen. Das Trio Zimmermann hat dennoch ein Album mit einer neuen Interpretation herausgebracht. Was ist daran heute noch entdeckenswert?

Das Trio Zimmermann ist ein Streichtrio mit wirklich hochkarätigen Musikern – mit dem Geiger Frank Peter Zimmermann der dem Trio seinen Namen gibt, dem Bratscher Antoine Tamestit und dem Cellisten Christian Poltéra.

Wie klingt es?

Ich finde, die Komplexität, die Kontrapunktik der Stimmen kommt in dieser Bearbeitung wunderbar heraus. Bach lässt ja oft unterschiedliche Stimmen gleichzeitig laufen. Beim Cembalo zum Beispiel ist diese Polyphonie schwieriger zu erfassen als bei drei Streichinstrumenten mit unterschiedlichen Klangfarben. Auch wenn das Prinzip der Tonerzeugung dasselbe ist. Cello, Bratsche und Geige klingen halt unterschiedlich. Deshalb kann man sie besser auseinanderhalten.

Fazit

Auch wenn sie keine ausgewiesenen Alte-Musik-Spezialisten sind, alles klingt leicht, durchsichtig, gut phrasiert. Es ist außerdem hervorragend aufgenommen: in einer Kirche. Das ist sehr räumlich und nicht so flach. Und dann kommt noch das Sahnebonbon, eigentlich drei Sahnebonbons: Das sind die Instrumente, die die drei spielen. Geige, Bratsche und Cello stammen aus dem Hause Antonio Stradivari. Besser geht’s nicht. Ich kann diese Aufnahme wirklich nur empfehlen.

Sendung: hr2-kultur Klassikzeit, 22.7.2019, 10:30 Uhr

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