Landschaft am Meer
Landschaft am Meer Bild © Colourbox.de

Hans Sommer hat – wie viele seiner Kunstlied-Kollegen vor ihm – lyrische Texte als Ausgangspunkt seiner Kompositionen genommen. Sechs deutschsprachige Dichter haben Sommers Lieder auf dieser CD inspiriert. Natur, Sehnsucht, Liebe. Romantische Motive bilden den Konsens der Liedsammlung Sommers. Gerade erst wurden 21 unbekannte und ungehörte Kunstlieder von ihm entdeckt und vertont.

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CD-Cover Heller Lieder von Hans Sommer

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found "Differenzierte Interpretation der Lieder" Carolin Hasenauer über die CD

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Hans Sommer hatte zunächst auf Drängen des Stiefvaters Mathematik und Physik studiert. Er promovierte, lehrte, forschte – und nahm Kompositionsunterricht. Erst im Alter von 40 Jahren begann er sich ganz der Musik zu widmen. Seine Leidenschaft, die Romantik, war zu dem Zeitpunkt schon über ihren Höhepunkt hinaus.

Kurz vor der Jahrhundertwende war der Erzromantiker Hans Sommer dann kurzzeitig erfolgreich mit seiner Musik. Um 1900 jedoch übernahm die Moderne nach und nach die Führung, sodass Sommer schnell zu den Gestrigen gehörte. Der Komponist ist schlichtweg zu spät geboren, um noch Spätromantik-Fans anzusprechen. Trotzdem blieb er bei seinen romantischen Leisten.

Hans Sommer hat – wie viele seiner Kunstlied-Kollegen vor ihm – lyrische Texte als Ausgangspunkt seiner Kompositionen genommen. Sechs deutschsprachige Dichter haben Sommers Lieder auf dieser CD inspiriert. Natur, Sehnsucht, Liebe. Romantische Motive bilden den Konsens der Liedsammlung Sommers. Trotzdem gelingt es ihm, Unterschiede zwischen den Dichtern kompositorisch hörbar zu machen. Akustisch sorgen dann Mezzosopranistin Constance Heller und Pianist Gerold Huber für eine differenzierte Interpretation der Lieder.

Weitere Informationen

Mignons Sehnen – Lieder von Hans Sommer

Constance Heller (Mezzosopran)
Gerold Huber (Piano)
Solo Musica, Sony Music

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Fazit

Eine musikalisch abwechslungsreiche Sammlung mit bisher ungehörten Kunstliedern, gefühlvoll präsentiert von zwei hervorragenden Musikern. Wer das nicht gehört hat, kennt nicht die ganze Geschichte.

Vorgestellt von Carolin Hasenauer

Sendung: hr2-kultur, Klassikzeit, 16.4.2018, 10:30 Uhr

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