Mozart: Testament Symphonique

Das sinfonische Testament Mozarts verspricht die jüngste Aufnahme des Katalanen Jordi Savall mit seinem Concert des Nations. Und man wundert sich ein bisschen, dass sich Ensemble nicht schon längst mit den drei letzten Sinfonien Mozarts auseinandergesetzt hat.

Drei Sinfonien, zu viel, um sie auf eine CD zu quetschen, zu wenig für 2 CDs. Jordi Savall und Le Concert des Nations behelfen sich mit einem einfachen Kniff. Die Sinfonie Nr.40 in g-moll ist zweimal vertreten – in der identischen Fassung.

Im ausführlichen Booklet liefert Jordi Savall den Grund für die Dopplung, und der ist geradezu rührend in Zeiten von Streaming und virtuellen Playlists: Savall betrachtet die drei innerhalb von sechs Wochen entstandenen Sinfonien als eine zusammenhängende Einheit, und er möchte einen ungestörten Übergang vom Ende einer Sinfonie zum Anfang der nächsten bieten, ohne die CD wechseln zu müssen.

Fazit

Le Concert des Nations musiziert auf historischen Instrumenten und in kleinster Besetzung mit sechs ersten Geigen. Und das erfreuliche an dieser Aufnahme ist, dass sie so normal ist. Da wird nichts gegen den Strich gebürstet und auf Effekt getrimmt.

Die kleine Besetzung sorgt für einen durchsichtigen, beweglichen Klang ohne Schnickschnack. Damit fehlt der Aufnahme freilich ein Alleinstellungsmerkmal, das ihr in der großen Konkurrenz von Aufnahmen der letzten Mozart-Sinfonien zum Zuschlag verhelfen würde. Und gerade deshalb überzeugt sie durch eine ehrliche Interpretation.

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