CD-Tipp - Zschenderlein - Pure

Der Komponist Antonio Montanari soll angeblich schon vor mehr als 300 Jahren mit Mikrointervallen experimentiert haben. Im Jahr 2018 spielen Alexander von Heißen und Jonas Zschenderlein zwar nicht mit diesen "Zwischentönen“ aber mit der Musik von Antonio Montanari. Auf ihrem Album "Pure“ widmen sie sich vor allem der Gattung der Violinsonate mit Cembalobegleitung. Zwei bekannte Komponisten und zwei unbekannte Komponisten. Dabei holen sie diese alte Musik in unsere Zeit.

Symmetrie steht ganz im Vordergrund. Erst zwei italienische Sonaten. Arcangelo Corelli und sein Schüler Antonio Montanari.
Im Gegensatz dazu zwei deutsche Sonaten von Johann Sebastian Bach und dem wesentlich unbekannteren Johann Paul von Westhoff. Zwischen den deutschen und den italienischen Sonaten stehen zwei Solostücke je für Cembalo und für die Violine. Diese bilden eine Achse, um die sich das Geschehen dreht.

Fazit

“Pure” von Alexander von Heißen und Jonas Zschenderlein macht Spaß, weil man viele Details entdecken kann. Aber auch das Große und Ganze stimmt. Die Anordnung der Stücke könnte nicht besser sein. Mit der besonderen Aufnahmetechnik und der Spielfreude gepaart mit technischer Brillanz beweisen die beiden, dass Barockmusik lebt.

Pure
Jonas Zschenderlein (Barockvioline), Alexander von Heißen (Cembalo)
Deutsche Harmonia Mundi

hr2-Kulturfrühstück, 26.11.2017, 08:45 Uhr

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