CD-Tipp - Hannah Köpf: Cinnamon

Der Rhein ist nicht der Mississippi. Und doch: bluesgetränkte, handgemachte Musik mit viel Seele kommt auch von hier, genauer gesagt aus Köln. Dort lebt die Sängerin und Songschreiberin Hannah Köpf. Sie hat klassisch Klavier und Gesang gelernt und dann Jazz und Folk für sich entdeckt. Bisher hat sie mit feinfühligen akustischen Songs und schräg-humorvoller Jazzpop mit Retro Touch auf sich aufmerksam gemacht. Auf ihrem neuen Album überrascht sie mit einer neuen Facette: rauer, ungeschliffener, Americana-Sound.

Soul, Blues und Country aus Köln

Es geht in die Südstaaten, New Orleans, Nashville, Memphis. Und so wimmert die steel guitar, pluckert das Banjo und singt die Geige. Handgemacht, unpoliert, hier mal eine verzerrte Gitarre, da ein satter souliger Bläsersatz. Geblieben ist Hannah Köpfs weiche, facettenreiche Stimme, mit der sie bewegende Geschichten erzählt. Zum Beispiel die vom Zimtgeruch in ihrer Nase. Der erinnert Hannah Köpf an ihre Oma. In ihrer Küche hat sie Geschichten vom Krieg, Geschichten der Hoffnung, Geschichten vom Leben erzählt.

Fazit

Die Kölnerin wurde immer wieder verglichen mit Norah Jones oder Joni Mitchell. So wie sie Piano spielt und ihre Stimme einsetzt, mag etwas dran sein. Hannah Köpf hat inzwischen ihren eigenen Ton gefunden und mit dem neuen Album ein neue reizvolle Nische erfunden: Americana Jazz made in Köln.

Sendung: hr2-kultur Kulturfrühstück, 6.6.2019, 8:40 Uhr

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