Dota Kehr
Sängerin Dota Kehr Bild © Annika Weinthal

Dota Kehr wird mit dem Deutschen Kleinkunstpreis 2019 in der Sparte Chanson/Lied/Musik ausgezeichnet. Bei hr2-kultur spricht sie über ihre Laufbahn und das Schreiben von Liedern.

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Anfangs ist die Musikerin Dota Kehr solo aufgetreten unter dem Namen "Kleingeldprinzessin". Da zog sie mit einer Freundin durch Europa und hat auf der Straße Musik gemacht. "Ich glaube, das 'klein' in Kleinkunst bezieht sich vor allem auf die absolut notwendigen Mittel. Es reichen eine Stimme und Ideen, um ein Publikum zu unterhalten. Vielleicht noch ein Instrument", sagt Kehr im Gespräch. Dabei könne es eine Waldbühne oder aber auch eine Bananenkiste sein, auf der man spiele.

Mittlerweile ist Dota Kehr, die singt und Gitarre spielt, mit ihrer Band "Dota" unterwegs. Stilistisch bewegt sich die Band in vielen Bereichen, ist äußerst flexibel und hat doch konstante Themen. Die Experimentierfreude habe sich die Band aber nicht vorgenommen, sagt die Musikerin. "Die hohe Kunst besteht darin, alles zu entwickeln, was in dem Lied schon drin ist, als Grundidee – sei es nur eine Zeile oder ein Melodiehäppchen", so Kehr. Sie müsse nur mit genug Vorsicht und Geduld dem Song nachspüren.

"Lieder haben ihre eigenen Regeln"

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Dota und Band Bild © Annika Weinthal

Beim Schreiben der Songs habe Kehr keine "Masche". Jeden Text gehe sie anders an, erzählt sie. "Ich mag so fleißige Kunst nicht", so Kehr. Es gebe ein paar Schriftsteller, deren Texten würde man das ansehen, dass die Autoren jeden Morgen von 9 bis 15 Uhr am Schreibtisch säßen. "Das ist so fleißige Kunst – das kann man machen. Aber man sollte sich nicht dabei erwischen lassen", sagt Kehr.

Die Themen, die uns alle was angingen, versucht Kehr immer im Blick zu behalten. "Politische Lieder können einfach nur eine gute Formulierung liefern oder einen Gedanken besonders präzise auf den Punkt bringen. Aber eine vertonte Agenda wäre langweilig", sagt sie. Manche der Themen könne sie sich gar nicht richtig aussuchen – die kämen einfach zu ihr. "Lieder haben ihre eigenen Regeln", so Kehr.

Sendung: hr2-kultur Kulturfrühstück, 10.3.2019, 09:15 Uhr

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