Lang Lang

Lang Lang gilt als virtuoser Pianist, mit einer Vorliebe für besonders herausfordernde Stücke. Auf seinem neuen Album "Piano Book" sind jetzt dagegen viele kurze, bekannte Stücke zu finden, wie Johann Sebastian Bachs C-Dur Präludium aus dem ersten Satz des "Wohltemperierten Klaviers" oder "Für Elise" von Beethoven.

Welches Konzept steckt hinter Ihrem Album "Piano Book"?

Lang Lang: Ich habe dieses wunderbare Repertoire aufgenommen, weil es seit meiner Kindheit meine Lieblingsstücke sind. Ich habe fast alle Stücke früher auch in Konzerten gespielt. Als ich ein Kind war habe ich nach CD-Aufnahmen gesucht, aber von vielen dieser Stücke keine gefunden. Ich wollte darum genau dieses Repertoire aufnehmen, um heranwachsende Schüler und Klavierliebhaber zu inspirieren, ihnen eine neue Idee von den Kompositionen zu geben. Es sind tatsächlich Werke, die unterschätzt werden.

Glauben Sie, dass Ihre Herangehensweise an Ihr neues Album persönlicher ist als bei früheren CDs?

Lang Lang: Vielleicht insofern, als es auch ein Notenbuch zu diesem Album gibt, das mit vielen persönlichen Kommentaren von mir versehen ist. Meine Aufnahme ist auch ein Blick zurück, bloß diesmal mit reflektierteren Interpretationen der Stücke. Nachdem ich alle Beethoven-Klavierkonzerte und einige Sonaten gelernt und in Konzerten gespielt habe, kehre ich heute zu einem Stück wie "Für Elise" zurück und merke: Es ist wie die Skizze einer Sinfonie, mit Einleitung, Mittelteil und Coda bzw. Finale. "Für Elise" ist also nicht bloß ein kleines Stückchen Klaviermusik, sondern eine richtige Komposition mit vier Abschnitten.

Lang Lang
Piano Book
Deutsche Grammophon

Sendung: hr2-Klassikzeit, 11.4.2019, 10:30 Uhr

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