Konzert Kamaal Williams

Programm
Jazzfestival Mousonturm Kamaal
Uhr (Einlass)
Frankfurt am Main
Künstlerhaus Mousonturm
Waldschmidtstr. 4
60316 Frankfurt am Main

Zum Abschlusskonzert des Festivals bringt Kamaal Williams am Sonntagabend eine elektronischere Spielart der aktuellen Londoner Crossover-Szene in den Saal des Mousonturms.

Henry Wu | Keyboards
Pete Martin |  
Bass
Josh McKenzie |
Drums

"London ist uptempo, reaktionsschnell und besitzt eine gewisse Schärfe und Wildheit ", antwortet Henry Wu auf die Frage, was die Postjazz-Szene der britischen Kapitale auszeichnet. Sie kennt keinerlei Berührungsängste, weder zu Punk Rock noch zu elektronischen Genres wie Drum and Bass. Kamaal Williams ist das aktuelle Trio-Projekt des Londoner Keyboarders, Produzenten und DJs Henry Wu, dessen islamischer Name Kamaal ist. Williams könnte sein bürgerlicher Nachname sein, denn Wu ist der Mädchenname seiner Mutter, einer gebürtigen Taiwanerin. Das Spiel mit wechselnden Identitäten soll von der Person ablenken und den Focus auf die Musik selbst lenken, sagt der Künstler.

Der in London aufgewachsene Endzwanziger spielte zunächst Schlagzeug, bevor er als Ausnahmetalent an den Tasten von sich reden machte. 2016 sorgte sein Debütalbum "Black Focus" für Aufsehen, das er zusammen mit dem Schlagzeuger Yussef Dayes unter dem Namen Yussef Kamaal veröffentlicht hatte. Diese Formation löste sich allerdings bald nach dem Erscheinen des Albums auf. Mit Josh McKenzie alias McKnasty, der mit Robert Glasper gespielt hat, besitzt das aktuelle Trio einen außerordentlich feurigen  Schlagzeuger. Bassist Pete Martin ist aus Courtney Pines berühmter Band der späten 90er Jahre bekannt. Die Auftritte des Trios werden von großer Improvisationslust und einem beinahe telepathischen gegenseitigen Verständnis getragen.

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Die musikalischen Einflüsse reichen von Herbie Hancock und anderen Größen des 70ies-Jazzfunk bis zu elektronischen Underground-Genres wie Garage oder Grime. Nach Shabaka Hutchings' akustischer, weltmusikalischer Variante des Dancefloor-gängigen Postjazz im vergangen Jahr, kommt dieses Jahr mit Kamaal Williams eine elektronischere Spielart der aktuellen Londoner Crossover-Szene zum Abschlusskonzert des Festivals in den Mousonturm.

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