Karl Valentin war ein Meister des schrägen Humors. Er konnte in seinen vordergründig komischen Monologen, Dialogen, Szenen und Stücken auf brillante Weise Wörter und Redensarten, aber auch alltägliches Verhalten sezieren und ad absurdum führen.

Ein Streifzug durch das skurrile Panoptikum Karl Valentins.

Jürgen Ellensohn und Norbert Haas, Flügelhorn
Hans-Reiner Schmidt und Lothar Schmitt, Tenorhorn
Frederik Bauersfeld, Tuba
Maria Ollikainen, Klavier

Rezitation und Moderation: Wolfram Berger

(Aufnahme vom 9. Oktober 2016 aus dem hr-Sendesaal)

Kein Wunder, dass auch ein großer Theatermann wie Bertolt Brecht ihn verehrte. Und wer einmal Valentins Monolog über die Wirtshaussemmel gelesen hat, wird danach nur noch von SemmelNknödeln sprechen, ist doch stets mehr als nur eine Semmel darin enthalten.

Der österreichische Schauspieler Wolfram Berger liest, singt und spielt Karl Valentin auf mitreißende Weise: in "Klapphornversen", "Riesenblödsinn", "miesen Couplets" und Anekdoten - vom Liebesbrief bis zum Weltuntergang. Am Klavier wird er begleitet von Maria Ollikainen. Ein Blechbläserensemble des hr-Sinfonieorchesters sorgt für die bodenständige musikalische Grundierung.

Anschließend, etwa ab 21:25 Uhr:
R. Strauss: Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28, bearbeitet für Klavier und Bläserquintett (Berlin Counterpoint)
Strawinsky: Petruschka (Cleveland Orchestra / Pierre Boulez)
Schönberg: Drei Brettl-Lieder (Mitsuko Shirai, Sopran / Hartmut Höll, Klavier)
Leoncavallo: 2. Akt mit der "Komödie" aus dem "Bajazzo" (José Cura - Canio / Barbara Frittoli - Nedda / Carlos Álvarez - Tonio / Charles Castronovo - Beppe / Simon Keenlyside - Silvio, ein junger Bauer / Het National Kinderkoor / Niederländischer Radio-Chor / Royal Concertgebouw Orchestra / Riccardo Chailly)

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