Vor einem Vierteljahrhundert ist er als politisch Verfolgter aus der Sowjetunion geflüchtet, seither lebt er in seiner Wahlheimat Detmold und reist von hier aus zu seinen weltweiten Engagements: Anatol Ugorski, Jahrgang 1942, zählt zu den großen zeitgenössischen Pianisten.

Anatol Ugorski, Klavier
Niederländisches Radio-Sinfonie-Orchester
Leitung: Markus Stenz

Berlioz: Der Korsar op. 21
Skrjabin: Klavierkonzert fis-Moll op. 20
Wagner: Meistersinger-Vorspiel
Schumann: 3. Sinfonie Es-Dur op. 97 "Rheinische"

(Aufnahme vom 20. Oktober 2017 aus dem Großen Saal des TivoliVredenburg)

Für eine Aufnahme von Alexander Skrjabins Klavierkonzert fis-Moll wurde Anatol Ugorski für den Amerikanischen "Grammy“ nominiert, in Utrecht ist er wiederum der Solist dieses lyrisch-poetischen Werks. Eher wild-poetisch ist die Verserzählung "Der Korsar“ von Lord Byron, die Hector Berlioz zu seiner gleichnamigen Konzertouvertüre inspiriert hat. Richard Wagners Vorspiel zu den "Meistersingern von Nürnberg“ schließlich leitet über zu der Sinfonie, die Robert Schumann kurz nach dem Umzug von Dresden nach Düsseldorf geschrieben hat: offensichtlich angesteckt von der hier und im nahen Köln herrschenden Lebensfreude. Es ist: "Die Rheinische“.

Anschließend, etwa ab 21:30 Uhr:
Hummel: Fagottkonzert F-Dur (Klaus Thunemann / Academy of St. Martin-in-the-Fields / Neville Marriner)
Ravel: Klaviertrio a-Moll (Trio Parnassus)
Haydn: Sinfonie Nr. 103 Es-Dur "Mit dem Paukenwirbel" (Chamber Orchestra of Europe / Claudio Abbado)

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