Über Camilla de Rossi (ca. 1670-1710) wissen wir fast nichts. Sie erscheint in der Musikgeschichte in Wien Anfang des 18. Jahrhunderts, komponiert eine Handvoll Oratorien, die in der Wiener Hofburg aufgeführt werden, und verschwindet darauf wieder im historischen Nebel.

Elsa Benoit, Sopran
Luigi Schifano, Countertenor
Emiliano Gonzales Toro, Tenor
Nederlandse Bach Vereniging
Leitung: Shunské Sato

Camilla de Rossi: Il sacrifizio di Abramo

(Aufnahme vom 13. Oktober 2018 aus dem Concertgebouw)

Ihr Stück "Il sacrifizio di Abramo" erzählt die Geschichte von Abraham, der seinen Sohn Isaak Gott opfern soll. Auch wenn die historischen Quellen das meiste über Camilla de Rossi verschweigen - aus ihrer Musik spricht eine genaue Kenntnis der Streichinstrumente, ein Gespür für Klangfarben und eine Early-Adopter-Mentalität: Das neu erfundene Chalumeau, ein Vorgänger der Klarinette, war kaum ein Jahr alt, als Camilla de Rossi zwei Exemplare in ihrem Abraham-Oratorium einsetzte.

Anschließend, ab etwa 21:30 Uhr:
C.Ph.E. Bach: Cellokonzert a-Moll Wq 170 (Julian Steckel / Stuttgarter Kammerorchester / Susanne von Gutzeit)
Beethoven: Eroica-Variationen Es-Dur op. 35 (Olli Mustonen, Klavier)
Burgmüller: 1. Sinfonie c-Moll op. 2 (Staatsorchester Kassel / Marc Piollet)
Wieniawski: Legende für Violine und Klavier g-Moll op. 17 (Kristóf Baráti / Gábor Farkas)

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