"Du musst Dir die großen Komponisten als Freunde vorstellen. Furchteinflößende Freunde vielleicht, aber immerhin Freunde", sagt der 1971 geborene Brite Thomas Adès, der in seiner Heimat längst als "neuer Benjamin Britten" gefeiert wird. Thomas Adès überwindet Stil-Schranken und kombiniert Vergangenheit und Gegenwart - auf geradezu exemplarische Weise in seinen "Three Studies from Couperin".

Inon Barnatan, Klavier
Christina Landshamer, Sopran
Benjamin Appl, Bariton
Tonhalle-Orchester
Leitung: Alan Gilbert

Thomas Adès: Three Studies from Couperin (2006)
Beethoven: 4. Klavierkonzert G-Dur op. 58
Nielsen: 3. Sinfonie d-Moll op. 27 "Sinfonia espansiva"

(Aufnahme vom 30. März 2019 aus der Tonhalle Maag)

Die Vision einer neuen Klavierwelt hat seinerzeit Beethoven in seinem 4. Klavierkonzert verfolgt. Bei der Komposition soll er an Orpheus gedacht haben, wie er die Furien der Unterwelt bändigt. Diesen Part übernimmt der junge israelische Pianist Inon Barnatan an der Seite des Tonhalle-Orchesters.
Und mit Christina Landshamer und Benjamin Appl stehen in unserer Konzertaufnahme aus Zürich zwei weitere Solisten auf der Bühne: Der Däne Carl Nielsen hat im Andante seiner 3. Sinfonie paradiesische Vokalisen für Sopran und Bariton vorgesehen als Kontrast zum kraftvoll-folkloristischen Stimmungsbild der anderen Sätze.
Das Tonhalle-Orchester leitet Alan Gilbert, vormals Music Director des New York Philharmonic und designierter Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters ab September 2019.

Anschließend, ab ca. 21:45 Uhr:
Brahms: 2. Streichsextett G-Dur op. 36 (Leipziger Streichquartett / Hartmut Rohde, Viola / Peter Bruns, Violoncello)
Sophie Solomon (*1978): Hazy (Sophie Solomon, Violine / Jonathan Quarmby, Klavier / Philip Sheppard, Cello / Eddie Hession, Akkordeon)

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