Kritiker rühmen das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin nicht nur für sein hohes musikalisches Niveau, sondern auch für seine beziehungsreichen Konzertprogramme. So sind auch die Werke dieses Abends gedanklich eng miteinander verknüpft. Im ersten Konzertteil erklingen drei Kompositionen, von denen sich ihre Urheber Karriereschübe erhofften.

Francesco Piemontesi, Klavier
Leitung: Fabien Gabel

Zemlinsky: Lustspielouvertüre
Mozart: Rondo für Klavier und Orchester A-Dur KV 386
R. Strauss: Burleske für Klavier und Orchester
Schreker: Vorspiel zu einem Drama
Korngold: Suite aus der Fillmmusik zu "The Sea Hawk"

(Aufnahme vom 27. Januar 2019)

Alexander Zemlinsky gewann mit seiner "Lustspielouvertüre" als 23-Jähriger das österreichische Staatsstipendium - auf Empfehlung von Johannes Brahms. Mozart und Richard Strauss wollten sich als junge Komponisten mit einsätzigen Virtuosenstücken für Klavier und Orchester dem Publikum und potenziellen Auftraggebern empfehlen. Die zweite Konzerthälfte richtet den Blick auf das Wien des 20. Jahrhunderts, auf Franz Schreker und Erich Wolfgang Korngold, deren Musik der Verunglimpfung durch die Nationalsozialisten ausgesetzt war. Schrekers "Vorspiel zu einem Drama" entstand kurz vor dem Ersten Weltkrieg. Korngold, der in Wien frühe Erfolge feierte, baute nach seiner Emigration eine neue Existenz in Hollywood auf und schrieb dort seine Filmmusik zum Piratenfilm "Sea Hawk".

Anschließend, ab ca. 21:45 Uhr:
Schumann: Klaviertrio F-Dur op. 80 (Christian Tetzlaff / Tanja Tetzlaff / Leif Ove Andsnes)
Pleyel: Klarinettenkonzert C-Dur (Paul Meyer / Franz-Liszt-Kammerorchester Budapest / Jean-Pierre Rampal)
Beethoven: Violinsonate F-Dur op. 24 "Frühlingssonate" (Renaud Capuçon / Frank Braley)

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