"Ich habe argentinisches Temperament, aber einen europäischen Kopf", sagt die in der Schweiz lebende Cellistin Sol Gabetta. Und: "Ich fühle vor allem ganz viel Russland in mir." Beste Voraussetzungen also für Dmitrij Schostakowitschs zweites Cellokonzert, ein Werk voller Tiefe, Seele und Zerrissenheit.

Sol Gabetta, Violoncello
Leitung: Pablo Heras-Casado

Schostakowitsch: Festouvertüre op. 96 Schostakowitsch: 2. Cellokonzert G-Dur op. 126 Debussy: Suite aus "Trois Nocturnes" und "Images": Fêtes – Nuages – Gigues – Rondes de printemps Ravel: La valse (Übertragung aus dem Großen Saal; auch in 5.1 Surround)

Zum ersten Mal spielte sie es 2004 mit den Wiener Philharmonikern, das Konzert gehörte zum Preis für ihren Aufsehen erregenden Gewinn des "Credit Suisse Young Artist Award" im gleichen Jahr. "Das war ein unvergesslicher Moment in meiner Karriere. Das Werk ist sehr dunkel und sehr kraftvoll. Diese Herausforderung hat mich in meiner künstlerischen Entwicklung unglaublich beflügelt", sagt Sol Gabetta, die temperamentvolle Cellistin mit ernster Seite.

Französisch ist der zweite Teil des Programms: eine Suite aus Claude Debussys "Trois Nocturnes" und "Images" sowie Maurice Ravels "La valse", jene Apotheose des Wiener Walzers, die der Komponist als "halluzinierende Ekstase" beschrieb. Die beginnt morbide und dumpf, wie eine verblasste Erinnerung an Schubert und Strauß, und endet im besinnungslos-plakativen Taumel.

Hier können Sie das Konzert auch als Videostream bei Youtube verfolgen.

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