Nach christlichem Verständnis ist der Tod die Tür zum ewigen Leben. Der Komponist Harald Weiss (*1949) musikalisiert diese Glaubensmaxime in seinem "Bremer Requiem", das er für den 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag schrieb und das im Mai 2009 in der Hansestadt uraufgeführt wurde.

Der 1949 in Salzgitter geborene, seit den 1980er Jahren auf Mallorca lebende Komponist Harald Weiss - er studierte Schulmusik, Komposition, Dirigieren und Schlagzeug an den Musikhochschulen in Hannover und Hamburg - wurde für seine narrative Musik (auch für Bühne und Film) mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet. Über sein 2009 fertiggestelltes "Bremer Requiem", dem er im selben Jahre ein weiteres namens "Schwarz vor Augen und es ward Licht!" zur Seite stellte, sagte er: "Seit seiner Existenz macht sich der menschliche Geist Gedanken über den Tod und sucht dieses Mysterium zu ergründen. Denn der Schlüssel zur Frage nach dem Tod öffnet die Tür zum Leben. Viel zu sehr klammern wir uns an etwas einmal Erreichtes, seien es nun materielle oder ideelle Werte oder seien es auch Beziehungen jedweder Art. Da wir das Loslassen spätestens in der Stunde des Todes praktizieren werden, könnten wir vielleicht im Leben schon einmal damit beginnen."

Sendung: hr2-kultur, Konzertsaal, 18.04.2019, 20:04 Uhr

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