Seinen allerersten Ausflug ins Operngenre unternimmt György Kurtág im Alter von 92 Jahren: In Mailand fand die Uraufführung von "Fin de partie" (Endspiel) statt, eine Vertonung von Samuel Becketts gleichnamigem Drama.

Hamm - Frode Olsen
Clov - Leigh Melrose
Nell - Hilary Summers
Nagg - Leonardo Cortellazzi

Chor und Orchester der Mailänder Scala
Leitung: Markus Stenz

(Aufnahme vom 15. November 2018 aus der Mailänder Scala)

Jahrzehntelang begleitete György Kurtág der Wunsch, Becketts Stück zu vertonen. Schließlich arbeitete er sieben Jahre lang an der 450-seitigen Partitur, vertonte jedes einzelne Wort von Beckett. Ursprünglich war die Oper für die Salzburger Festspiele gedacht. Doch die Abgabe verzögerte sich. Und so nahm der damalige Intendant Alexander Pereira den Kompositionsauftrag mit an die Mailänder Scala, wo sie nun endlich unter der Leitung von Markus Stenz uraufgeführt wurde. György Kurtág, Jahrgang 1926, gilt heute neben György Ligety und Peter Eötvös als der bedeutendste zeitgenössische Komponist aus Ungarn. Seit 2001 lebt er in Frankreich, und hat zusätzlich zu seiner ungarischen auch die französische Staatsbürgerschaft.

Anschließend, etwa ab 22:15 Uhr:
Mozart: Klavierkonzert C-Dur KV 503 (Murray Perahia, Solist und Leitung / English Chamber Orchestra)
Marcello: Flötensonate F-Dur op. 2 Nr. 12 (Dorothee Oberlinger / Sonatori de la Gioiosa Marca)

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