Demonstranten, unter ihnen Ignatz Bubis, besetzen am 31. Oktober 1985 die Bühne des Frankfurter Kammerspiels und entrollen ein Transparent mit der Aufschrift "Subventionierter Antisemitismus".

Bis 1985 waren deutsche Juden sehr zurückhaltend, wenn es darum ging, in der Öffentlichkeit ihre Interessen zu vertreten. Aber Rainer Werner Fassbinders Stück "Der Müll, die Stadt und der Tod" brachte für sie das Fass zum Überlaufen. Am 31. Oktober 1985 verhinderten Mitglieder der jüdischen Gemeinde die Aufführung auf der Bühne des Frankfurter Kammerspiels. Mit einem Symposium erinnerte nun das Schauspiel Frankfurt an diesen Akt des zivilen Ungehorsams.

Foto: Demonstranten, unter ihnen Ignatz Bubis, besetzen am 31. Oktober 1985 die Bühne des Frankfurter Kammerspiels und entrollen ein Transparent mit der Aufschrift "Subventionierter Antisemitismus".

Ein Mitschnitt des Symposiums lässt sich auf den Seiten des Schauspiel Frankfurts betrachten: www.schauspielfrankfurt.de

Sendung: hr2-kultur, "Am Morgen", 26.04.2021, 7:40 Uhr