Sibylle Berg

Heute suchen wir eine deutsch-schweizerische Autorin, die 1962 in Weimar als Tochter eines Musikprofessors und einer Bibliothekarin geboren wurde. Unsere Gesuchte lebte unter anderem in einer Pflegefamilie im rumänischen Konstanza.

1984 stellte sie einen Ausreiseantrag nach Westdeutschland, der nach einigen Monaten bewilligt wurde. In Hamburg studierte sie Ozeanografie und Politikwissenschaften und begann für verschiedene Magazine zu schreiben. 1996 zog sie nach Zürich in die Schweiz und erhielt später auch die schweizerische Staatsbürgerschaft. 1997 erschien ihr erster Roman „Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot“ – damit gelang ihr auch gleich der Durchbruch.

Es folgten zahlreiche Theaterstücke und weitere Romane, für die sie zahlreiche Preise erhielt – etwa den Schweizer Buchpreis 2019  für den Vorgängerroman unseres heute vorgestellten Buches. Als Kolumnistin für den Spiegel wie auch in ihren Romanen sind Kapitalismuskritik und satirische Überspitzung gesellschaftlicher Verhältnisse zum Markenzeichen geworden.

Auch in ihrem neuesten Werk dreht sich alles um eine neoliberale Absurdität, in welcher der Einzelne machtlos erscheint. Der Kapitalimus ist dabei alternativlos geworden.

Hören Sie einen Ausschnitt, gelesen von Torben Kessler.

In dem gesuchten Roman hat das „beste aller Systeme“ also nur wenigen zu absurdem Reichtum verholfen und sehr vielen ein menschenwürdiges Dasein genommen. Die Lage scheint aussichtslos – aber in einem abhörsicheren Container tun sich fünf Hacker zusammen, um die Weltrettung zu programmieren…

Die gesuchte Autorin lebt in ihrer Wahlheimat in Zürich und lehrt dort auch an der Kunsthochschule Dramaturgie – neben ihren vielen anderen Projekten.

Welche deutsch-schweizerische Autorin suchen wir?

Sendungen: hr2-kultur, "Hörbuchzeit", 5.11.2022, 12:04 Uhr und "Am Sonntagmorgen", 6.11.2022, 9:04 Uhr.