Raoul Schrott

Seine ersten Veröffentlichungen waren jedoch vom Dadaismus und Surrealismus inspiriert: denn er hatte während eines Auslandsjahres an der Pariser Sorbonne für den französischen Surrealisten Philippe Soupault gearbeitet und auch über „Dada“ promoviert. Erst anschließend widmete er sich in seinen Forschungsarbeiten der Komparatistik und insbesondere griechischen Originaltexten.

Seinen Durchbruch als Schriftsteller gelang ihm mit dem Roman „De Finis Terrae – Ein Nachlass“ 1995. Noch größeren Erfolg hatte er 2003 mit einem Roman, der nach einer Karibik-Insel benannt ist, auf der sich die Leben verschiedener Menschen über Jahrhunderte hinweg kreuzen. Seit rund zwanzig Jahren befasste sich unser gesuchter Autor intensiv mit griechischen Stoffen, übersetzte und bearbeitete berühmte Werke neu – unter anderem das von uns gesuchte Hörspiel nach Euripides.

Hören Sie einen Ausschnitt, gesprochen von Melika Foroutan und Michael Rotschopf.

Über die Arbeit an dem Hörspiel sagt unser gesuchter Autor: „Ich kenne keine besseren Stücke als die des Euripides, mit ihrer perfekten Mechanik im Kreislauf eines Geschehens, bei dem das Tragische ins Komödiantische und wieder zurück kippt, in einem Zirkel, bei dem das Leben ein Theater, das Existentielle ein Drama und das Theater ein Leben ist, bei dem sich jede Figur vom Positiven ins Negative verkehrt und umgekehrt…

Unser gesuchter Autor war zuletzt neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit auch als Gastprofessor in Tübingen und Bern tätig.

Welchen österreichischen Autor suchen wir?

Sendungen: hr2-kultur, "Hörbuchzeit", 22.10.2022, 12:04 Uhr und "Am Sonntagmorgen", 23.10.2022, 9:04 Uhr.