Christian Morgenstern

Heute suchen wir einen Lyriker, dessen Gedichte ernst, philosophisch, oft aber auch humorvoll sind. Er schuf wundervolle Natur- und Stimmungslyrik und ist vor allem für seine  grotesken Sprachspielereien bekannt. Hören Sie hierzu ein Beispiel, sein Gedicht "Der Werwolf", gelesen von Volker Hanisch.

Der gesuchte Lyriker wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts in München geboren. Hier wohnte seine Familie allerdings nur während der Wintermonate. Im Sommer zogen alle in die ländliche Umgebung, denn sein Vater war Landschaftsmaler. Nach einem abgebrochenen Jurastudium in Breslau ließ er sich in Berlin nieder, begann regelmäßig Kulturberichte und Literaturkritiken für verschiedene Zeitschriften zu schreiben und war als Übersetzer und später auch Herausgeber von August Strindberg und Henrik Ibsen tätig. 1895 erschien sein erster Lyrikband, es folgen vierzehn weitere. Nach einer inneren Krise wandte er sich verstärkt der Philosophie zu und schloss sich dem engeren Kreis der anthroposophischen Gesellschaft um Rudolf Steiner an. Sein Leben war von Krankheit geprägt, bereits als 22-Jähriger trat bei ihm Lungentuberkulose auf, die ihn immer wieder zu Kuraufenthalten zwang und schließlich zu seinem frühen Tode mit nur 43 Jahren führte.

Wie lautet der Name des deutschen Dichters?

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Sendungen: hr2-kultur, Hörbuchzeit, 16.04.22, 12:04 Uhr;
hr2-kultur, Am Sonntagmorgen, 17.04.22, 09:04 Uhr.