Podcast 40 Tage Kampf – Präsidentschaftswahl in den USA

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Wenn es nach den meisten deutschen Kommentaren geht, müsste Donald Trump zum Wahlkampf gar nicht antreten: chaotische Corona-Politik, aggressive Parteinahme gegen die Black Lives Matter-Bewegung, dazu die schon gewohnten Lügen und Halbwahrheiten zu allen möglichen Themen. Das alles scheint ja auch derzeit dem Herausforderer Joe Biden und seiner Vizepräsidentenkandidatin Kamala Harris einen soliden Vorsprung in den Umfragen zu verschaffen. Die Stimmung in den USA ist aufgewühlt, zuletzt durch den Tod von Ruth Bader Ginsburg. Die Bundesrichterin war eine Ikone der amerikanischen Linken, nun will sie Trump noch vor der Wahl durch eine Konservative ersetzen und damit dem Obersten Gerichtshof einen klaren Rechtsdrall verpassen. Trump selber spricht unheilvoll von einem möglichen Wahlbetrug durch die Briefwahl, seine Gegner befürchten, dass er eine Niederlage nicht anerkennen könnte. Joe Biden versucht, nicht immer zur Freude seiner Partei, sich als Versöhner in der Mitte anzubieten. Dem manchmal hölzern oder sogar abwesend wirkenden Demokraten kommt der coronabedingte Verzicht auf Großveranstaltungen und Händeschütteln eher entgegen. Aber in den USA entscheiden am Ende oft Kleinigkeiten: geringfügige Meinungsverschiebungen in einzelnen Staaten, die aus rot blau machen oder umgekehrt. Einen soliden Vorsprung in den meisten Umfragen hatte Hillary Clinton 2016 auch. Und was, wenn sinkende Infektionszahlen dem Amtsinhaber gewissermaßen zufällig zu Hilfe kommen?

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