Podcast Andere Länder, andere Sitten - Eine Seuche

Einsamer Hundehalter in Paris

Ausgangssperre ja oder nein, Regionen abriegeln oder nicht, Grenzen auf oder zu. Die Länder ringen um die richtigen Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen und treffen dabei nicht nur unterschiedliche Entscheidungen.

Die Regierungen bedienen sich auch sehr unterschiedlicher Rhetorik, um ihrem Land, ihrer Bevölkerung, die Dramatik der Lage deutlich zu machen und dennoch zu Besonnenheit aufzurufen. Macron ruft den "Krieg" aus gegen den "unsichtbaren Feind", das Virus, während Angela Merkel bekannt freundlich appelliert, sich an die Maßnahmen zu halten.

Und die Menschen ziehen ihre Schlussfolgerungen: die Deutschen kaufen Klopapier, die Franzosen Rotwein und Kondome. Und weltweit versuchen Populisten, aus der Krise Kapital zu schlagen. Trump sucht den Schuldigen (natürlich Europa!), Brasiliens Präsident übt sich in Verschwörungstheorien, der rechtspopulistische Matteo Salvini beschimpft die italienische Regierung - nur hört ihm keiner mehr zu.

Wie wird es ausgehen? Entlarven sich die Populisten aller Länder endgültig für alle erkennbar als Scharfmacher, denen der Sinn für realistisches Handeln im Sinne ihres Volkes fehlt? Oder werden sie eine Stärkung erleben, wenn die Demokraten aller Nationen mit den wirtschaftlichen Folgen dieser Pandemie nicht fertig werden sollten?

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