Podcast Brillanter Coup - von Kunsträubern und Raubkünstlern

Stilisierte Uhr

Von einer Sekunde zur anderen ist das Grüne Gewölbe zum "Sesam öffne dich" geworden - und eine Räuberhöhle dafür um wertvolle Schmuckstücke reicher. Durch ein vergittertes Fenster sind zwei Unbekannte in das Dresdner Residenzschloss geklettert, haben mit der Axt das Glas einer Vitrine zerbrochen und Juwelen von historischem und damit unschätzbaren Wert entwendet. Werden sie diese kostbaren Edelsteine nun aus ihren Fassungen lösen und einzeln an den Hehler bringen, um ihre Spuren zu verwischen? Allein diese Vorstellung lässt viele Kunstliebhaber selbst aus der Fassung geraten und treibt ihnen die Tränen in die Augen. Bei anderen aber beginnen die Augen zu leuchten, weil eines der beliebtesten Filmmotive plötzlich ganz real geworden ist. Räuber, die ihre Beute mit Geschmack auswählen und sogar aus dem Raub noch eine Kunst machen, denen ist auch in der Realität die Sympathie des Publikums sicher, und die Zeitungsberichte am Tag danach lesen sie dann wahrscheinlich wie gute Kritiken ihres verbrecherischen Werks. Aber was genau fasziniert uns da eigentlich? Das Böse, das uns immer irgendwie fasziniert? Die professionelle Brillanz der Täter? Oder ist die Faszination umso größer, je sagenumwobener die Beute ist?

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