Podcast Bundesstaat mit Gliederschmerzen - Föderalismus in der Krise

Stilisierte Uhr

Man strebe eine bundeseinheitliche Lösung an, so schallt es jedes Mal durchs Land vor den Bund-Länder-Gesprächen zur Corona-Politik. Und dann? Öffnet hier der Baumarkt, dort der Einzelhandel, zumindest ein bisschen und woanders schließt die Schule schon wieder. Hessens Ministerpräsident kündigte schon lange vor den neuesten Gesprächen an, Lockerungen gegebenenfalls auch ohne den Bund umsetzen zu wollen. Zu Anfang der Pandemie erntete die Bundesrepublik international Anerkennung für die erfolgreiche Corona-Politik, lasse doch die föderale Struktur passgenaues Handeln zu. Ist der Föderalismus auch im aktuellen Krisenmanagement noch ein Segen? Oder wird er bei unterschiedlichen Infektionszahlen und politisch verschiedenen Situationen langsam zum Fluch?